Aufgewärmt: "Fuller House" beweist Gulaschqualität

9. Dezember 2016, 10:00
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Am Freitag startet auf Netflix die neue Staffel

Berlin – Nie im Leben habe sie gedacht, dass sie in dieses Filmset zurückkehren würde, sagt "Fuller House"-Darstellerin Candace Cameron Bure. Deshalb sei der erste Tag am neuen, alten Set "nicht merkwürdig, aber überwältigend" gewesen, sagt sie dem STANDARD.

1987 bis 1995 spielte sie D.J., die älteste Tochter in der picksüßen kalifornischen Patchworkidylle. Und nun steht sie wieder vor dem lachenden, klatschenden und "oh!"enden Studiopublikum: Netflix wagte 2015 das Revival der Serie unter dem Titel "Fuller House" mit Cameron Bure in der Hauptrolle. Am Freitag geht bereits die zweite Staffel des Spin-offs online. Das alles, während im US-Fernsehen noch die Folgen der Originalserie rauf- und runtergespielt werden.

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Weil die Zeit auch in der echten Welt vergeht, sind D.J., ihre Schwester Stephanie (Jodie Sweetin) und Freundin Kimmy Gibbler (Andrea Barber) mittlerweile erwachsen und kümmern sich um den zahlreichen Nachwuchs, mit dem sie in jenem gigantisch anmutenden Haus in San Francisco wohnen, das schon vor fast 30 Jahren die Kulisse für "Full House" war.

Zuckerlharmonie

Die Unterschiede zum Original müssen bei "Fuller House" nicht nur im Titel mit der sprichwörtlichen Lupe gesucht werden: Wie Ende der 80er beginnt die Erzählung mit dem Tod eines Elternteils und der sich daraufhin einstellenden kollektiven Erziehungstätigkeit der Hauptdarsteller, die Alltagsprobleme im Familienverband lösen.

Dass dieses Konzept eine zweite Staffel rechtfertigt, führt Cameron Bure auf das emotionale Komfortbedürfnis des Publikums zurück: "Es ist einfach ein Ort, um sich wohlzufühlen und unterhalten zu werden". 90er-Jahre-Nostalgie als Alternative zu modernen Komödien ohne lachendes Publikum und Zuckerlharmonie? Für Cameron Bure "einfach eine weitere Option". Man müsse "das Original nicht gesehen zu haben, um Gefallen an 'Fuller House' zu finden". Und "am Schluss gibt es immer eine Umarmung".

foto: michael yarish/netflix
Candace Cameron Bure, Mutter vom Dienst in "Fuller House".

(Sebastian Fellner, 8.12.2016)

Netflix übernahm die Reisekosten nach Berlin. Das Interview wurde mit einer Runde internationaler Journalisten geführt.

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