Der größte Segler ist gegangen

8. Dezember 2016, 16:30
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Der viermalige Olympiasieger und 13-malige Segel-Weltmeister Paul Elvström ist gestorben

Hellerup – Der vierfache Olympiasieger und 13-fache Segelweltmeister Paul Elvström ist tot. Dänemarks "Sportler des Jahrhunderts" starb am Mittwoch im Kreis von Familie und Freunden daheim in Hellerup bei Kopenhagen im Alter von 88 Jahren.

Elvström bereicherte den Segelsport mit technischen Erfindungen wie dem Ausreitgurt oder der Regatta-Schwimmweste und schrieb Segelbücher. Elvströms 1954 gegründete Firma zählt zu den großen internationalen Segelmachereien.

Seine erste Goldmedaille gewann Elvström 1948 bei den Spielen von London vor Torquay in Devon in der Klasse Firefly. Es folgten Gold im Finn Dinghi 1952 in Helsinki, 1956 in Melbourne und 1960 in Rom. Insgesamt achtmal nahm er an Olympia teil, 1984 wurde er mit Tochter Trine im Tornado Vierter. Öfter waren nur der kanadische Springreiter Ian Millar (zehnmal), der lettische Sportschütze Afanasijs Kuzmins sowie Österreichs Segellegende Hubert Raudaschl (je neunmal) bei Olympischen Spielen.

Ein einsamer Segelrekord sind Elvströms 13 WM-Titel in acht verschiedenen Bootsklassen, ersegelt zwischen 1957 und 1981. "Wenn man auf dem Weg zum Sieg den Respekt der Gegner verliert, hat man nichts gewonnen", lautete Elvströms Motto. Er hinterlässt vier Töchter, neun Enkelkinder und zwei Urenkel. (sid, red, 8.12.2016)

  • Paul Elvström, ein gelernter Maurer, wurde als Segler zur Legende.
    foto: ap/dresling

    Paul Elvström, ein gelernter Maurer, wurde als Segler zur Legende.

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