Flugzeugunglück in Pakistan: Pilot meldete Probleme mit Triebwerk

    8. Dezember 2016, 12:55
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    13 Minuten später verschwand Maschine vom Radar – Zwei Österreicher unter den Opfern

    Islamabad – Kurz vor dem Flugzeugabsturz mit 48 Toten in Pakistan, darunter zwei Österreicher, hat der Pilot in einem Notruf Probleme mit dem Triebwerk gemeldet. Etwa 13 Minuten später sei die Maschine vom Radarschirm des Kontrollturms verschwunden, sagte am Donnerstag ein Sprecher der staatlichen Flugline Pakistan International Airlines (PIA).

    Der PIA hatte die Turboprop-Maschine gehört. Das Flugzeug war am Mittwoch auf einem Inlandsflug mit 42 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord an einem Berghang zerschellt. Es gab keine Überlebenden. Am Donnerstag erreichten Ermittler den Unglücksort in der Nähe der Stadt Hawalian im Norden des Landes, wie ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde sagte.

    Flugschreiber gefunden

    Mittlerweile seien alle Leichen geborgen, sagte der zuständige Minister Tariq Chaudry. Mit Hilfe von DNA-Tests werde nun die Identität der Opfer festgestellt. Die Bergungsmannschaften fanden nach Angaben der Luftfahrtbehörde auch die Flugschreiber der Unglücksmaschine. Diese sollen nun ausgewertet werden.

    Bei insgesamt drei Ausländern unter den Passagieren handelt es sich um zwei Österreicher – einen Mitarbeiter der Firma Andritz mit Sitz in Graz bzw. der Tochterfirma Andritz Hydro mit Sitz in Wien – sowie einen chinesischen Mitarbeiter des Konzerns, der auch eine Niederlassung in China betreibt. Die leitenden Angestellten hielten sich laut Firmenangaben wegen eines Wasserkraftprojekts im Norden Pakistans auf.

    "Wir sind alle zutiefst betroffen", hielt Unternehmenssprecher Michael Buchbauer fest. Man werde "sofort Kontakt mit den Familien aufnehmen und alles tun, um die Familien in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen". Andritz ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die Metall verarbeitende Industrie und Stahlindustrie sowie die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung. (APA, 8.12.2016)

    • Wrackteile der abgestürzten Maschine.
      foto: reuters/faisal mahmood

      Wrackteile der abgestürzten Maschine.

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