Saudisches Bündnis setzt im Jemen angeblich US-Waffen ein

8. Dezember 2016, 11:31
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Human Rights Watch fordert Ende von Waffenexporten nach Saudi-Arabien

Beirut/Sanaa – Die von Saudi-Arabien geführte Koalition hat bei tödlichen Luftangriffen auf Zivilisten im Bürgerkriegsland Jemen nach Angaben von Menschenrechtlern mehrfach Bomben aus den USA eingesetzt. So seien etwa in zwei Provinzen Überreste von Waffen entdeckt worden, die in den USA hergestellt worden seien, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Donnerstag.

Mindestens eine eingesetzte Rakete sei nach Beginn des Bürgerkrieges geliefert worden, hieß es weiter. HRW rief alle Regierungen auf, ihre Waffenlieferungen an Saudi-Arabien zu stoppen. Die USA liefen Gefahr, an den Verstößen der Koalition im Jemen mitschuldig zu werden.

Das von Saudi-Arabien geführte Bündnis bombardiert im Jemen seit März 2015 die schiitischen Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten. Seitdem sind in dem Bürgerkriegsland nach UN-Angaben mehr als 4.100 Zivilisten ums Leben gekommen.

HRW hatte Saudi-Arabien bereits Anfang Oktober vorgeworfen, bei einem Luftangriff auf eine Trauerfeier in der Hauptstadt Sanaa mindestens eine Bombe amerikanischer Bauart eingesetzt zu haben. Damals starben mehr als 130 Menschen. (APA, 8.12.2016)

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