Flugzeugunglück in Pakistan: Zwei Österreicher unter Opfern

    7. Dezember 2016, 18:52
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    42 Passagiere, fünf Crewmitglieder und ein Bodentechniker kamen bei Unglück im Norden des Landes ums Leben

    Islamabad/Wien – Im Norden Pakistans ist ein Passagierflugzeug der Linie Pakistan International Airlines mit fast 50 Menschen an Bord abgestürzt, darunter zwei österreichische Mitarbeiter eines Technologiekonzerns mit Hauptfirmensitz in Graz. Die Unfallursache war zunächst ungeklärt. Es sei nicht wahrscheinlich, dass es Überlebende gegeben habe, sagte ein Polizist an Ort und Stelle.

    "Wir bedauern zutiefst mitzuteilen, dass ein PIA-Flugzeug des Typs ATR-42 um 16.42 Uhr Ortszeit in der Nähe von Havelian abgestürzt ist", teilte Danyal Gilani, ein Sprecher der Fluglinie, mit. An Bord von Flug PK-611 waren demnach 42 Passagiere, fünf Crewmitglieder und ein Bodentechniker. Unter den Opfern seien neun Frauen und zwei Kleinkinder.

    Bei den insgesamt drei Ausländern unter den Passagieren handelt es sich um zwei Österreicher – einen Mitarbeiter der Firma Andritz mit Sitz in Graz bzw. der Tochterfirma Andritz Hydro mit Sitz in Wien – sowie einen chinesischen Mitarbeiter des Konzerns, der auch eine Niederlassung in China betreibt. Die leitenden Angestellten hielten sich laut Firmenangaben wegen eines Wasserkraftprojekts im Norden Pakistans auf. Die beiden Österreicher sollen in Wien bzw. in Niederösterreich gelebt haben.

    "Wir sind alle zutiefst betroffen", hielt Unternehmenssprecher Michael Buchbauer gegenüber der APA fest. Man werde "sofort Kontakt mit den Familien aufnehmen und alles tun, um die Familien in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen". Andritz ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die Metall verarbeitende Industrie und Stahlindustrie sowie die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung. Der Hauptsitz des börsennotierten Technologiekonzerns, der weltweit rund 25.700 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in Graz. Das Unternehmen betreibt mehr als 250 Standorte weltweit.

    Die Turboprop-Maschine war in Chitral, einem Touristenort in der Nähe der Grenze zu Afghanistan, gestartet und auf dem Weg in die Hauptstadt Islamabad. Nach Angaben des Sprechers Gilani stürzte sie rund 75 Kilometer vor Islamabad in der Nähe des Dorfes Saddha Batolini in den Bergen ab. Minuten vor der geplanten Landung in Islamabad ging laut der Airline der Kontakt zur Maschine verloren. Die Absturzstelle ist schwer zugänglich. Auf Bildern waren brennende Wrackteile zu sehen. Die Armee schickte Soldaten und Helikopter. Bisher wurden laut einem Sprecher 21 Tote geborgen.

    In Pakistan kommt es immer wieder zu schweren zivilen Luftfahrtunglücken. Im Jahr 2012 starben 127 Menschen beim Absturz eines Flugzeugs der Fluglinie Bhoja Air, 2010 stürzte ein Airbus der Fluglinie Airblue kurz vor der Landung in Islamabad ab. 152 Menschen kamen dabei ums Leben. ( APA, 7.12.2016)

    • Flug PK661 verschwand vom Radar und stürzte 70 Kilometer vor Islamabad ab.
      grafik: apa

      Flug PK661 verschwand vom Radar und stürzte 70 Kilometer vor Islamabad ab.

    • Eine PIA-Maschine erreicht den Flughafen von Islamabad im Dezember 2015 (Archivfoto).
      foto: reuters/faisal mahmood/file photo

      Eine PIA-Maschine erreicht den Flughafen von Islamabad im Dezember 2015 (Archivfoto).

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