Rangnick über Messi und Ronaldo: "Zu alt, zu teuer"

7. Dezember 2016, 11:38
100 Postings

Sportdirektor von RB Leipzig verteidigt seinen die Jugend präferierenden Transferstil

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo können aufatmen. Sportdirektor Ralf Rangnick vom deutschen Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig hat seinen Transferstil verteidigt und würde weder den Argentinier (29/FC Barcelona) noch den Portugiesen (31/Real Madrid) verpflichten. Rangnick sagte der Nachrichten-Agentur afp über die Superstars: "Das ist nicht unsere Philosophie, sie sind beide zu alt und zu teuer."

Erfolgreiches Kollektiv

Die Neuverpflichtungen mit Oliver Burke (19) von Nottingham Forest, Naby Keita (21) und Verteidiger Bernardo (21) – beide von RB Salzburg – bestätigten den Weg der Leipziger. Der 2009 gegründete Klub verzichtet konsequent auf Altstars und hat mit seinem jungen Kollektiv innerhalb kürzester Zeit den Sprung an die Tabellenspitze geschafft.

"Ich weiß nicht, ob es eine Revolution ist, aber es ist unüblich, dass ein Verein, der vor dreieinhalb Jahren noch in der 4. Liga gespielt hat, nun nach 13 Spielen mit 33 Punkten die Bundesliga anführt", sagte der Schwabe.

Die augenblickliche Situation erinnert Rangnick stark an seine Zeit als Trainer in Hoffenheim (2006 bis 2011), als er mit dem Bundesliga-Aufsteiger in der Saison 2008/2009 Herbstmeister wurde. "Wann immer ein neuer Klub in Deutschland die Bühne betritt, sehen ihn viele Fans anderer Vereine als Gegner oder erst einmal als eine potenzielle Gefahr an", meinte Rangnick: "Dann haben wir gegen Bayern gespielt, waren plötzlich Erster und alle haben uns unterstützt."

Duell mit Bayern noch vor Weihnachten

Zum Top-Spiel bei den Bayern kommt es am 21. Dezember. Ob die von Trainer Ralph Hasenhüttl trainierten Leipziger dem Serienmeister gefährlich werden können, ließ der Sportdirektor offen. "In einer normalen Saison gewinnt Bayern den Titel", sagte der 58-Jährige und erklärte mit Blick auf das Spitzenspiel. "Die Partie bei den Bayern wird für unseren Saisonverlauf nicht entscheidend sein, aber für uns wird es auf jeden Fall eine aufregende Begegnung." (sid, red, 7.12.2016)

  • Artikelbild
    foto: ap/ ciaran fahey
Share if you care.