Test: Zitrusfrüchte mit Pestiziden belastet

7. Dezember 2016, 11:33
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Global 2000 hat Zitrusfrüchte getestet und auf allen konventionellen Proben Pestizidrückstände festgestellt. Jede vierte Probe war nicht ausreichend gekennzeichnet

Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit hat die Umweltschutzorganisation Global 2000 Zitrusfrüchte unter die Lupe genommen und 50 Proben auf Pestizidrückstände untersucht. "Gerade in der Advent-Zeit wird die Schale oft verwendet: in Keksen, im Punsch oder in Marmeladen", so die Umweltschutzorganisation.

Das Ergebnis: Bei allen getesteten konventionellen Proben wurden Spuren von Pflanzenschutzmitteln gefunden, Bio-Produkte waren gänzlich frei davon. In 95 Prozent der konventionellen Proben habe man – vor allem auf den Schalen – sogar Mehrfachrückstände feststellen können. Wegen dieser speziellen Situation gibt es die gesetzliche Vorschrift, dass Ware, die nach der Ernte mit Pestiziden behandelt wurde, gekennzeichnet werden muss. Beim GLOBAL 2000 Test wurden in neun Produkten Nacherntebehandlungsmittel nachgewiesen, obwohl weder im Regal noch auf der Verpackung Hinweise auf eine Behandlung nach der Ernte ersichtlich war. Jede vierte Probe war nicht ausreichend gekennzeichnet.

Obwohl sich die Situation Global 200 zufolge im Vergleich zu früheren Tests etwas verbessert hat, bleibe die dringende Empfehlung: "Für Nikolo-Sackerl, Weihnachtsgebäck, Punsch und Marmelade am besten nur Bio-Früchte verwenden. Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung." (APA, red, 7.12.2016)

  • Die getesteten Bio-Produkte waren gänzlich frei von Pestizidrückständen.
    foto: wikipedia/scott bauer/publicdomain

    Die getesteten Bio-Produkte waren gänzlich frei von Pestizidrückständen.

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