Zinskartell: EU verhängt halbe Milliarde Euro Strafe gegen Banken

7. Dezember 2016, 11:32
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Credit Agricole, HSBC und JP Morgan Chase müssen wegen Zinsmanipulationen 485 Millionen Euro zahlen

Brüssel – Im Skandal um Zinsmanipulationen hat die EU-Kommission den Großbanken Credit Agricole, HSBC und JP Morgan Chase Strafen von insgesamt fast einer halben Milliarde Euro aufgebrummt. Die Banken hätten sich bei Preiselementen auf Derivate auf den Zinssatz abgesprochen und vertrauliche Informationen ausgetauscht, teilten die EU-Kartellwächter am Mittwoch mit. Anders als die Deutsche Bank, Barclays, Royal Bank of Scotland und Société Générale hätten sich die drei Banken dazu entschlossen, keinen Vergleich zu schließen.

Die Strafen belaufen sich auf 485 Millionen Euro, wovon 337,2 Millionen auf die US-Bank JP Morgan entfallen, auf die französische Credit Agricole 114,65 Millionen und auf die britische HSBC 33,6 Millionen. Wie beim Libor haben auch beim Euribor Banker von 2005 bis 2008 zum eigenen Vorteil herumgeschraubt. Von solchen Interbanken-Zinssätzen hängen Geschäfte und Verträge im dreistelligen Billionenvolumen ab.

Die Deutsche Bank hatte wegen der Manipulation des Euribor 2,5 Milliarden Dollar gezahlt. Insgesamt haben Banken weltweit rund neun Milliarden Dollar aufgebracht, um die Verfahren wegen Zinsmanipulationen gegen sie beizulegen. Gleichzeitig laufen Prozesse gegen dutzende Einzelpersonen. (APA, 7.12.2016)

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