Beşiktaş geht unter, Neapel, Benfica im Achtelfinale

6. Dezember 2016, 23:25
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Istanbul wollte in Gruppe B um Aufstieg kämpfen, am Ende stand ein 0:6 gegen Kiew – Arsenal holt Sieg in Gruppe A, Bayern können Atlético doch noch schlagen

Lissabon – Achtelfinal-Tickets für Neapel und Benfica, Gruppensieg für Arsenal: Am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase wurden letzte Fragen beantwortet. Die Italiener holten in Gruppe B dank eines 2:1 (0:0) bei Benfica Lissabon Platz eins, während die Londoner beim FC Basel mit 4:1 (2:0) gewannen und Paris St. Germain auf Platz zwei der Gruppe A verwiesen. Die Franzosen kamen überraschend gegen den bulgarischen Meister Rasgrad nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus. José Callejon (60.) und Dries Mertens (79.) führten die Neapolitaner gegen Lissabon mit ihren Treffern zum Sieg. Der Anschlusstreffer von Rául Jiménez (87.) war nur noch Kosmetik.

Benfica profitierte von einer völlig desolaten Leistung von Beşiktaş Istanbul. Die Türken, selbst noch im Rennen um ein Achtelfinal-Ticket, wurden von Dynamo Kiew mit 6:0 (4:0) abgefertigt. Ihnen bleibt somit nur Platz drei und damit die Teilnahme an der Europa League. Rasgrad überwintert ebenfalls europäisch, während sich der Schweizer Meister – und damit auch Marc Janko, der durchspielte – aus allen Bewerben verabschiedet.

Perez kanoniert für Arsenal

Rasgrad brachte den in Bestbesetzung angetretenen Favoriten PSG im Parc des Princes dank der Tore von Virgil Misidzhan (15.) und Wanderson (69.) zweimal in Rückstand, musste aber durch die Treffer von Edson Cavani (61.) und Angel Di Maria (90.+3) ebenso oft den Ausgleich hinnehmen.

In Basel avancierte der Spanier Lucas Perez (8., 16., 47.) mit drei Treffern zum Matchwinner für die Gunners. Alex Iwobi (54.) traf zum 4:0, ehe Seydou Doumbia (78.) der Ehrentreffer für die Schweizer gelang.

Kiew kam im letzten Match zum ersten Sieg – und was war das für einer! Artem Besedin (9.), Andri Jarmolenko (30./Foulelfmeter), Witali Bujalski (32.), Derlis González (45.+3), Serhi Sydortschuk (60.) und Junior Moraes (77.) waren gegen Beşiktaş erfolgreich. Der Deutsche Andreas Beck verschuldete mit einer Notbremse den Elfmeter und wurde ausgeschlossen. In der zweiten Halbzeit folgte ihm sein Teamkollege Vincent Aboubakar wegen Ballwegschlagens mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine.

Innenverteidiger Alaba

In München beendeten die Bayern die Vorrunde nach dem vorzeitig verpassten Gruppensieg in Gruppe D mit einem Prestigeerfolg. Der deutsche Meister besiegte den Vorjahresfinalisten Atlético Madrid, der zuvor alle fünf Spiele gewonnen hatte, mit 1:0 (1:0). Den Treffer zum 15. Heimsieg in Folge erzielte Robert Lewandowski mit einem sehenswerten Freistoß (28.). Die Bayern hatten schon zuvor als Zweiter festgestanden und treffen damit im Achtelfinale auf einen Gruppensieger. Platz drei holte nach einem torlosen Remis bei PSV Eindhoven der FK Rostow.

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti kehrte zu seinem bevorzugten 4-3-3-System zurück. David Alaba beorderte er an die Seite von Mats Hummels ins Abwehrzentrum, Arturo Vidal gab sein Comeback. Trotz Rotation gaben die Münchner das Tempo vor. Bis zum Sechzehner lief der Ball mitunter gut, dann aber fehlte neben Sturmspitze Lewandowski in Abwesenheit des rausrotierten Thomas Müller oft eine zweite Anspielstation.

Atlético ging zumindest anfangs schnörkelloser zu Werke und kam der Führung durch Hinspiel-Torschütze Yannick Carrasco zweimal bedrohlich nahe. Manuel Neuer war jeweils auf dem Posten (10., 16.). Nach einem Foul an Juan Bernat versenkte Lewandowski den Ball in einer exakten Kopie seines Treffers zum 3:1 in Mainz im Kreuzeck. Nach der Pause wurde die Münchner Überlegenheit noch deutlicher – auch weil Madrid sich weit zurückzog und offensiv nicht mehr stattfand.

Lehrspiel für Gladbach

In Gruppe C erledigte der FC Barcelona die Aufgabe Gladbach locker und schoss die Borussia mit 4:0 (1:0) aus dem Camp Nou. Der spanische Meister stand schon vor der Begegnung als Nummer eins fest und feierte durch den Treffer von Lionel Messi (16.) und den Hattrick von Arda Turan (50., 53., 67.) den fünften Sieg im sechsten Spiel. Barcelona bot mit Messi, Andres Iniesta und Javier Mascherano nur drei Stammkräfte auf.

Das zweitplatzierte Manchester City trat Schlusslicht Celtic Glasgow ebenfalls mit einer besseren B-Elf entgegen. Nachdem der Engländer Patrick Roberts (4.) den Außenseiter zunächst früh in Führung gebracht hatte, glich Sturmtalent Kelechi Iheanacho vier Minuten später aus. Danach kam nicht mehr viel. (sid, red, 6.12.2016)

Champions League, 6. Runde, Dienstag:

  • Gruppe A:

FC Basel – Arsenal 1:4 (0:2)
Tore: Doumbia (78.) bzw. Lucas Perez (8., 16., 47.), Iwobi (54.)

Paris St. Germain – Ludogorez Rasgrad 2:2 (0:1)
Tore: Cavani (61.), Di Maria (92.) bzw. Misidjan (15.), Wanderson (69.)

  • Gruppe B:

Benfica Lissabon – SSC Napoli 1:2 (0:0)
Tore: Jimenez (87.) bzw. Callejon (60.), Mertens (79.)

Dynamo Kiew – Besiktas Istanbul 6:0 (4:0)
Tore: Besedin (9.), Jarmolenko (30./Fouelfer), Bujalski (32.), Gonzalez (45.+3), Sidortschuk (60.), Junior Moraes (77.).

Rote Karte: Beck (Besiktas, 29./Torraub)
Gelb-rote Karte: Aboubakar (Besiktas, 56.)

Besiktas ohne Kavlak (rekonvaleszent)

  • Gruppe C:

FC Barcelona – Borussia Mönchengladbach 4:0 (1:0)
Tore: Messi (16.), Turan (50., 53., 67.)

Manchester City – Celtic Glasgow 1:1 (1:1)
Tore: Iheanacho (8.) bzw. Roberts (4.)

  • Gruppe D:

PSV Eindhoven – FK Rostow 0:0

Bayern München – Atletico Madrid 1:0 (1:0)
Tor: Lewandowski (28./Freistoß)

  • Beşiktaş-Keeper Julien Fabri musste sechsmal den Ball aus dem Netz fischen.
    foto: apa/afp/supinsky

    Beşiktaş-Keeper Julien Fabri musste sechsmal den Ball aus dem Netz fischen.

  • Auch auf den Rängen des schütter besuchten Olympiastadions wurde etwas geboten.
    foto: apa/afp/supinsky

    Auch auf den Rängen des schütter besuchten Olympiastadions wurde etwas geboten.

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