Djokovic und Becker trennen sich

6. Dezember 2016, 21:10
116 Postings

Deutscher hatte die ehemalige Nummer eins drei Jahre lang gecoacht

Belgrad – Boris Becker und Novak Djokovic haben ihre Zusammenarbeit beendet. Der Serbe gewann mit seinem deutschen Coach in drei Jahren sechs Grand-Slam-Titel (zweimal die Australian Open, zweimal in Wimbledon sowie einmal die French Open sowie die US Open) und feierte insgesamt 25 Turniersiege.

Während Becker als Markenbotschafter vorerst an den Pokertisch zurückkehrt, setzt Djokovic voraussichtlich mit dem spanischen Mentaltrainer Pepe Imaz seine Reise fort, die ihn zurück an die Weltspitze führen soll. Seine Position als Nummer eins musste der 29-Jährige nach einem schwierigen halben Jahr zuletzt an Andy Murray abgeben – auch, weil er von Verletzungen geplagt war. Zudem gab es Gerüchte über private Probleme des verheirateten Familienvaters.

Djokovics Nähe zu Imaz, einem Ex-Profi mit eigener Akademie in Marbella, soll das Ende der Zusammenarbeit mit Becker beschleunigt haben. Die "Sport Bild" berichtete, dass Becker und Djokovics langjähriger Coach Marian Vajda nicht bereit waren, Seite an Seite mit Imaz zu arbeiten.

Die Trennung bahnte sich schon seit Wochen an. Djokovic vermied Aussagen zur gemeinsamen Zukunft. Becker, dessen Vertrag auslief, zog im Gespräch mit englischen Medien bereits eine Art Fazit. "Ich habe die vergangenen drei Jahre sehr genossen", sagte der dreimalige Wimbledon-Sieger: "Ich war in meinem Element und werde auch zukünftig in meinem Element sein. Ich bereue nichts. Es war eine unglaubliche Zeit."

Kurz vor Weihnachten 2013 hatte Djokovic mit der Verpflichtung Beckers für eine große Überraschung gesorgt. "Ich bin überzeugt, dass wir großartige Dinge erreichen können", hatte Becker damals gesagt. Nach zahlreichen Schlagzeilen über sein Privatleben profitierte auch Becker von der Zusammenarbeit. (sid, red, 6.12. 2016)

  • Hatten ein enges Verhältnis: Novak Djokovic (links) und Boris Becker.
    foto: reuters/siu

    Hatten ein enges Verhältnis: Novak Djokovic (links) und Boris Becker.

Share if you care.