Russland will sich mit Doktrin gegen Hackerangriffe schützen

6. Dezember 2016, 14:53
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Industrie müsse Abhängigkeit von Informationstechnologie aus dem Ausland reduzieren

Gegen Hackerangriffe und Medienkampagnen aus dem Ausland will sich Russland mit einer neuen Doktrin zur Informationssicherheit schützen. Präsident Wladimir Putin habe einen entsprechenden Erlass unterzeichnet, teilte der Kreml am Dienstag mit.

Bericht über Spionageversuche

Eine der Gefahren sei, dass Staaten versuchten, zu militärischen Zwecken Einfluss auf die russische Informationsinfrastruktur zu nehmen, heißt es in dem Dokument. Immer mehr Organisationen versuchten, russische Behörden und Rüstungsunternehmen auszuspähen.

Die Industrie müsse ihre Abhängigkeit von Informationstechnologie aus dem Ausland reduzieren, heißt es weiter. Überdies nehme international die voreingenommene Berichterstattung über Moskaus Politik zu. Russische Journalisten würden im Ausland bei der Arbeit behindert.

Gesetzesänderungen notwendig

Die neue Doktrin ersetzt die bisherige Version vom 9. September 2000. Informationsminister Nikolai Nikiforow sagte der Agentur Interfax zufolge, für die Umsetzung müssten Gesetze geändert werden, die das russische Internet betreffen. Der Vize-Generalsekretär der Regierungspartei Geeintes Russland, Sergej Schelesnjak, lobte das neue Strategiepapier als wichtigen Schritt. Zuletzt hätten Hackerangriffe und Cyberkriminalität zugenommen. Die USA werfen indes Russland Hackerattacken im Präsidentschaftswahlkampf vor. (APA/dpa, 6.12.2016)

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