Russland: Abgeordnete wollen "Fifa 17" wegen Regenbogendressen verbannen

6. Dezember 2016, 15:05
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Grund: Kostenlose Vergabe im Zuge der Rainbow-Laces-Kampagne

Russische Parlamentsabgeordnete haben eine Beschwerde bei der staatlichen Konsumentenschutzbehörde gegen das Fußballspiel "Fifa 17" eingereicht und auch eine Verbannung des Spiels vom russischen Markt in Erwägung gezogen, berichten der "Guardian" und die russische Zeitung "Izvestia". Grund dafür: Hersteller Electronic Arts bietet als Unterstützung der LGBT-Bürgerrechtsbewegung Rainbow Laces kostenlose virtuelle Dressen in Regenbogenfarben für die digitalen Fußballspieler an, um ein Zeichen für Gleichberechtigung und Respekt im Sport zu setzen.

Die Abgeordneten sehen in der Aktion einen Gesetzesverstoß, der überprüft werden soll. Sie beziehen sich auf ein im Jahr 2013 erlassenes Gesetz, das die Bewerbung von "nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen" verbietet, da dies "der Gesundheit und der Entwicklung von Kindern" schaden könne. "Fifa 17" hat bisher eine Jugendfreigabe in Russland.

Regenbogendressen

Die Rainbow-Laces-Bewegung startete vergangenen Monat, um sexueller Diskriminierung im Sport den Kampf anzusagen. Einer Umfrage zufolge sollen 72 Prozent der britischen Fußballfans LGBT-abwertende Bemerkungen bei Matches vernommen haben. Vertreter der Premier League und zahlreiche Social-Media-Plattformen schlossen sich daraufhin der Kampagne an.

EA bot die Regenbogendressen weltweit und per kostenlosem Download für alle "Fifa 17"-Spieler an. Obwohl die Aktion am 28. November endete, wollen die russischen Politiker nachträglich Konsequenzen erwirken. (zw, 6.12.2016)

"Fifa 17" ist ab 0 Jahren für Menschen jeglicher Herkunft und jeglicher sexueller Vorliebe erschienen und für PC und Konsole erhältlich.

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Link

Fifa 17

Quellen

Guardian

Rainbow Laces

  • Mit dem Rainbow Kit für "Fifa 17" setzte Hersteller EA ein Zeichen gegen sexuelle Diskriminierung.
    foto: ea

    Mit dem Rainbow Kit für "Fifa 17" setzte Hersteller EA ein Zeichen gegen sexuelle Diskriminierung.

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