"Zweite Liga neu" kassiert deutlich weniger aus TV-Einnahmen

6. Dezember 2016, 08:30
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2,3 statt bisher 4,6 Millionen Euro – Fördersystem mit drei Töpfen: Fixbetrag, U22-Topf und Lizenzierungs-Topf

Wien – Die Vereine in der neuen zweiten Fußball-Spielklasse werden nach Inkrafttreten der Bundesliga-Reform 2018/19 deutlich weniger Geld erhalten als die Erste-Liga-Clubs derzeit. Wie das Portal 90minuten.at recherchierte, wird mit 2,3 Millionen Euro nur rund die Hälfte des bisherigen Betrags nach unten fließen. Die Bundesliga wollte das am Montag weder bestätigen noch dementieren.

Laut Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer wird die neue zweite Liga von ÖFB und Bundesliga mit einem Fixbetrag statt wie bisher einem Prozentsatz der TV-Einnahmen gefördert. Dafür müssen die Clubs künftig aber keine Vermarktungsrechte abtreten. Auch in puncto Fernsehenrechte soll es den 16 Vereinen offenstehen, eigene Verträge abzuschließen. Der neue Rahmenvertrag wird nach Ablauf des aktuellen TV-Kontrakts vor der Saison 2018/19 abgeschlossen.

Bisher werden rund 22 Prozent der gesamten TV-Erlöse an die zehn Erste-Liga-Vereine ausbezahlt, laut 90minuten.at sind das etwa 4,6 Mio. Euro. In der neuen Liga werden es 3,3 Mio. Euro pro Jahr sein, abzüglich der Deckungskosten für administrative Ausgaben – macht mindestens 2,3 Mio. Euro, die auf die Clubs verteilt werden.

Eine weitere Neuerung ist, dass die Mittelvergabe drei gedeckelte Töpfe umfasst. Ein Drittel ist ein Fixbetrag pro Club, das zweite Drittel ist für den Einsatz für junge Österreicher (U22) vorgesehen, das dritte Drittel beschränkt sich auf jene Clubs, die die Lizenzkriterien für die oberste Spielklasse erfüllen. Amateurmannschaften, also die Zweit-Teams der Bundesligisten, sind von allen Fördertöpfen ausgeschlossen. (APA, 6.12.2016)

  • Die Fernsehgelder werden neu ausgeschnapst.

    Die Fernsehgelder werden neu ausgeschnapst.

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