Weißes Haus nach Trumps Taiwan-Telefonat um Beruhigung bemüht

5. Dezember 2016, 21:43
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Obamas Sprecher: Hohe Regierungsvertreter in Kontakt mit Chinesen

Washington/Peking – Nach dem Telefonat des designierten US-Präsidenten Donald Trump mit Taiwans Präsidentin Tasi Ing-wen ist das Weiße Haus nach eigenen Angaben um Schadensbegrenzung bemüht.

Hohe Regierungsvertreter seien mit der chinesischen Seite in Kontakt, um sie einer Fortsetzung der Ein-China-Politik der USA zu versichern, sagte Barack Obamas Sprecher Josh Earnest am Montag.

Offenbar kalkulierte Aktion

Als erster neu gewählter US-Präsident seit 1979 hatte Trump am Freitag einen Anruf Tsais angenommen. Er zog damit den Unmut Pekings auf sich und löste Spekulationen über eine Neuorientierung der amerikanischen Asienpolitik aus. Nach Einschätzung von Experten und laut Medienberichten war der Anruf Trumps kein Zufall, sondern ein wohlkalkuliertes Signal an die Adresse Pekings.

China betrachtet Taiwan nur als abtrünnige Provinz und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu der demokratisch gewählten Regierung in Taipeh ab. Earnest sagte: "Unsere Politik besteht seit 40 Jahren. Sie hat sich auf eine Sicherung des Friedens und der Stabilität in der Meerenge von Taiwan konzentriert." (APA, 5.12.2016)

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