"Death Stranding": Blick in die fotorealistische Technologie des Mysteryspiels

5. Dezember 2016, 11:14
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Partnerschaft mit Sony lässt Kojimas Studio die "Horizon"-Engine nutzen

Im Rahmen der Playstation Experience vergangenes Wochenende hat Entwickler Hideo Kojima etwas mehr Einblick in sein kommendes Spiel "Death Stranding" gewährt. So bestätigte Kojima, dass Schauspieler Mads Mikkelsen ("Hannibal") die Rolle des Antagonisten übernimmt. Mikkelsen ist im kürzlich veröffentlichten, zweiten Trailer als Anführer eines Soldatentrupps zu sehen. Eine alternative Version des Videos mit anderem Soundtrack ist ebenfalls im Zuge der PSX erschienen. Spieler schlüpfen unterdessen in die Rolle des noch namenlosen Protagonisten, der von Norman Reedus verkörpert wird.

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Alternativer Trailer zu "Death Stranding"

Bekannte Technologie

Überdies verriet Kojima, dass die Zusammenarbeit mit Sony an dem Projekt auch eine Technologiepartnerschaft umfasst. Dies erklärt auch, weshalb "Death Stranding" als exklusives PS4-Game vermarktet wird. Die in Echtzeit berechnete Sequenz des Trailers lief auf einer PS4 Pro.

Dabei kommt die proprietäre Decima-Engine von Sonys niederländischem Studio Guerilla Games zum Einsatz. Kojima hatte sich nach Ankündigung der Kollaboration zwischen den Unternehmen also für jene Entwicklungssoftware entschieden, die auch Guerillas kommendes Open-World-Abenteuer "Horizon: Zero Dawn" zum Leben erweckt. Damit dürften zumindest detaillierte und weitläufige Areale in "Death Stranding" kein Problem darstellen.

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Kojima, Hulst und Cerny sprechen über die Technologie hinter "Death Stranding".

Anpassungen

In einer Paneldiskussion mit Guerilla-Chef Hermen Hulst und Playstation-4-Architekt Mark Cerny erklärte Kojima, dass man in direktem Austausch mit Guerilla stehe. Weiterentwicklungen auf beiden Seiten würden weitergegeben. Beispielsweise unterscheiden sich die Spiele stark in der künstlerischen Auslegung, weshalb für "Death Stranding" im Gegensatz zur malerischen Welt von "Horizon" der Fokus auf fotorealistische Techniken inklusive physikalisch korrekt berechnetem Licht gelegt wurde. Um dies zu demonstrieren, wurde unter anderem ein Konferenzraum des Studios in der Engine nachgebaut, um die Beleuchtungseigenschaften mit den realen Bedingungen zu vergleichen.

Cerny zufolge würden beide Studios im Tandem den Source-Code der Engine weiterentwickeln. Deshalb habe man sich laut Hulst auch dazu entschieden, einen Teil von Kojimas Entwicklern direkt bei Guerilla unterzubringen.

Dauert noch

Zum Inhalt von "Death Stranding" gibt sich Kojima weiterhin bedeckt, schließlich befinden sich die Arbeiten noch im Frühstadium. Es ist das erste Projekt des "Metal Gear"-Schöpfers seit seiner Trennung von Publisher Konami. Wann das Spiel erscheinen wird, ist nicht bekannt. Vor 2018 dürfte jedenfalls nicht damit zu rechnen sein. (zw, 5.12.2016)

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