Deutsches Innenministerium will Einheit für Cyberattacken

5. Dezember 2016, 08:28
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Diese sollen nach Angriffen "zurückschlagen", meldet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Das deutsche Innenministerium plant den Aufbau einer Einheit für Cyberangriffe. Bei Attacken gegen die sogenannte kritische Infrastruktur, also beispielsweise Stromnetze, soll diese Abteilung zurückschlagen und etwa Server im Ausland lahmlegen. Auslöser für die Initiative soll unter anderem der Angriff auf Router der Deutschen Telekom gewesen sein, der vor wenigen Tagen für großflächige Netzausfälle gesorgt hat.

Widerstände

Noch ist nicht ganz klar, ob die Pläne des Innenministers Thomas de Maiziere (CDU) umgesetzt werden können. Denn auch innerhalb der deutschen Regierung gibt es Widerstand gegen einen Ausbau der Offensivkräfte im Cyberbereich. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat ausführlich von den Vorschlägen berichtet, sie zitiert ebenfalls Constanze Kurz und Frank Rieger vom Chaos Computer Club (CCC), die das Vorhaben heftig kritisieren. Kurz und Rieger plädieren dafür, dass Unternehmen mehr Wert auf Sicherheit legen und Hersteller ihre Geräte besser schützen.

Aufrüstung

Momentan betreiben unterschiedlichste staatliche Organisationen einen Ausbau der Cyberoffensivkräfte. Auch in Österreich will das Bundesheer ein Cyberkommando aufbauen, das Attacken ausführen kann. Großbritannien plant ebenfalls, bei Cyberangriffen auf Abschreckung zu setzen. (red, 5.12.2016)

  • Der deutsche Innenminister will Offensivwaffen im Netz
    foto: apa/afp/jensen

    Der deutsche Innenminister will Offensivwaffen im Netz

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