US-Grüne Stein will in Pennsylvania nun doch Neuauszählung erzwingen

4. Dezember 2016, 15:06
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Zuvor hatte die Kandidatin gesagt, eine Überprüfung des Wahlergebnisses sei zu teuer

Washington – Die ehemalige grüne US-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein will nun doch eine Neuauszählung der Stimmen im Bundesstaat Pennsylvania erzwingen. Sie werde am Montag vor ein Bundesgericht ziehen, um die Überprüfung des Wahlergebnisses zu beantragen, kündigte Stein am Sonntag auf Twitter an. Die Menschen hätten Antworten verdient.

Kurz zuvor hatte Stein noch kundgetan, eine Überprüfung koste zu viel, und ihren Antrag zurückgezogen.

"Sie (ihre Unterstützer, Anm.) können die vom Gericht geforderte Summe von einer Million Dollar nicht aufbringen", hatte sie verlauten lassen. Laut einer Auflistung auf ihrer Website hat Stein allerdings bereits sieben Millionen Dollar (6,6 Millionen Euro) Spenden für das Projekt Neuauszählung gesammelt.

Stein: Wahlsystem "nicht angemessen"

"Die Neuauszählung 2016 ist so teuer, weil die gewählten Vertreter es immer abgelehnt haben, in ein dem 21. Jahrhundert angemessenes Wahlsystem zu investieren", kritisierte Stein. Sie kündigte zudem für Montag eine Protestkundgebung gegenüber dem Trump Tower in New York an. Sie werde mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen, "um die Korrektheit, Sicherheit und Fairness der Wahl zu überprüfen".

Trump: Stein hat Keine Belege

Der designierte Präsident Donald Trump hatte versucht, die von Stein angestrebten Neuauszählungen juristisch zu verhindern. Unter anderem führte er in einem am Freitag in Pennsylvania eingereichten Antrag an, dass Stein keine Belege für eine mögliche Verfälschung der Wahlergebnisse präsentiert habe.

Trump hatte laut den bisherigen Ergebnissen in Michigan mit einem Vorsprung von 10.700 Stimmen, in Wisconsin mit 27.300 und in Pennsylania mit 67.400 Stimmen Vorsprung gewonnen. Trotz dieser knappen Ergebnisse gilt es als sehr unwahrscheinlich, dass Neuauszählungen in diesen Staaten etwas am Wahlsieg des Republikaners ändern würden. Seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton unterstützte zwar die Initiative Steins, ihr Team sowie sie selbst hielten sich dabei aber im Hintergrund. (APA, 4.12.2016)

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