Gabun verschiebt Wahl wegen leerer Staatskassen

3. Dezember 2016, 15:47
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Legislaturperiode bis Ende Juli 2017 verlängert

Libreville – Das zentralafrikanische Land Gabun hat die für Ende Dezember geplante Parlamentswahl um ein halbes Jahr verschoben und dies mit Geldmangel begründet. Die Legislaturperiode werde bis zum Wahltermin am 29. Juli 2017 verlängert, teilte das Innenministerium am Samstag mit. Das Verfassungsgericht habe entschieden, dass es sich um einen Fall höherer Gewalt handle.

Deshalb sei die von der Wahlkommission beantragte Verschiebung gerechtfertigt. Politischen Beobachtern zufolge spielt auch die Fußball Afrika-Nationenmeisterschaft eine Rolle. Vor dem Turnier, das Gabun im Jänner ausrichtet, wolle die Regierung keine Wahlen.

Nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Ali Bongo im August war es in dem Land zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bongo hatte das Amt von seinem Vater übernommen, der mehr als 40 Jahre an der Macht war. Trotz der großen Ölvorkommen im Land lebt die Mehrheit der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. (APA, 3.12.2016)

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