Schmutzige Fußball-Geschäfte enthüllt

2. Dezember 2016, 22:08
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"Falter" will in den nächsten Wochen über Österreich-Verbindungen berichten

Wien – Mehrere europäische Medien des Recherchenetzwerks EIC, darunter die österreichische Wochenzeitung "Falter", haben 18,6 Millionen Dokumente zu Geldgeschäften im europäischen Fußball ausgewertet. Darunter sind Originalverträge von Spielern samt geheimer Nebenabsprachen und Dokumente über mutmaßliche Steuervermeidung. Involviert sind demnach unter anderem Cristiano Ronaldo und Jose Mourinho.

Österreichische Namen in den Dateien

Der "Falter" fand eigenen Angaben zufolge auch einige österreichische Namen in den Dateien. Man werde in den kommenden Wochen "von einem der umstrittensten Fußballinvestoren, der von Wien aus arbeitet, bis zu den kuriosen Vertragsdetails mancher Bundesligastars" berichten, kündigte das Blatt am Freitagabend online an.

Grundlage der EIC-Recherchen ist ein riesiger Datensatz von insgesamt 1,9 Terabyte, der von der Enthüllungsplattform Football Leaks zur Verfügung gestellt wurde. An der Auswertung waren in den vergangenen sieben Monaten rund 60 Journalisten des Recherchenetzwerks European Investigative Collaborations (EIC) beteiligt.

Barcelona fordert Vorgehen gegen Ronaldo

In Zusammenhang mit dem angeblichen Steuervergehen von Cristiano Ronaldo hat der FC Barcelona ein "unerbittliches" Vorgehen der Behörden gegen den Fußball-Stürmerstar von Real Madrid gefordert. Man erwarte, dass die Staatsanwaltschaft und das Finanzamt in Spanien nun gegen Ronaldo "genauso unerbittlich wie seinerzeit gegen Lionel Messi vorgehen", hieß es.

Inzwischen gab es eine Reaktion des Managers des Portugiesen: Der Profi sei seinen Steuerverpflichtungen nachgekommen, sagte Jorge Mendes.

Wegen Hinterziehung von 4,1 Millionen Euro war Messi (28) im Juli zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. Der Argentinier legte darauf beim Obersten Gericht Einspruch ein. Ärger mit den Steuerbehörden hatten in jüngster Zeit zahlreiche Profis, darunter auch Messis Teamkollegen Javier Mascherano und Neymar. (APA, red, 2.12.2016)

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