Uniqa zieht sich aus Italien zurück

2. Dezember 2016, 12:59
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Die Versicherung verkauft ihre Italien-Tochter und konzentriert sich auf die Kernmärkte

Wien – Der börsennotierte Versicherungskonzern Uniqa zieht sich aus Italien zurück und verkauft die Tochtergesellschaft Uniqa Assicurazioni SpA an den italienischen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Societa Reale Mutua di Assicurazioni. Grund dafür sei die Konzentration auf das Kerngeschäft in den Wachstumsmärkten Österreich sowie Zentral- und Osteuropa, sagte Uniqa-Chef Andreas Brandstetter zur APA.

In den Kernmärkten Österreich sowie Zentral- und Osteuropa sei die Uniqa weiterhin auf einem kontrollierten Wachstumspfad, es werde keine Deinvestitionen geben. Die Uniqa hat im Rahmen ihrer 2011 gestarteten Strategie Uniqa 2.0 vor einigen Jahren bereits ihre Deutschland-Tochter verkauft und sich auch von nicht zum Kerngeschäft passenden Beteiligungen getrennt, etwa im Hotel- und Medienbereich. Was mit der 13,8-Prozent-Beteiligung am Baukonzern Strabag geschehen soll, wolle die Uniqa bis Mitte Juni kommenden Jahres entscheiden, bekräftigte Brandstetter heute.

Der Kaufpreis für die profitable Uniqa Assicurazioni SpA und ihre in Italien tätigen Töchter Uniqa Previdenza SpA und Uniqa Life SpA beträgt 295 Millionen Euro vor Transaktionskosten, teilte die Uniqa am Freitag mit. Das Konzernergebnis wird wegen Goodwill-Abschreibungen negativ belastet, die Kapitalquote steigt.

Die Uniqa habe sich den Schritt in Italien sehr gut und gründlich überlegt, so Brandstetter zur APA. "In Zeiten von Niedrigzinsen und Digitalisierung wollen wir uns noch stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren." Was mit den Mitteln geschehen solle, werde man bis Ende des ersten Quartals 2017 entschieden haben. (APA, 2.12.2016)

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