Zweifel an Suizid eines Wieners in Budapest

2. Dezember 2016, 11:42
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Österreichischer Obduktionsbericht soll K.-o.-Tropfen im Blut des Opfers nachweisen

Wien/Siofok – Nach einem vermeintlichen Suizid eines jungen Wieners in Siofok in Ungarn hat der Anwalt der Familie eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien eingebracht. Diese entscheidet nun, ob Ermittlungen wegen eines etwaigen Mordverdachts aufgenommen werden. "Es wird überprüft", sagte Sprecherin Nina Bussek.

Die Leiche eines 19-jährigen Wieners wurde im August auf Bahngleisen in Siofok gefunden. Die Behörden gingen von Suizid aus, was die Mutter des Toten aber nicht hinnehmen wollte. "Mein Bub hat sich sicherlich nicht umgebracht", wird sie in der Gratiszeitung Heute zitiert.

Ein österreichischer Obduktionsbericht ergab laut Anwalt Thomas Nirk nun, dass der 19-Jährige zuvor wohl mit K.-o.-Tropfen betäubt wurde und an einer Schädelfraktur gestorben ist. Erst danach dürfte er auf das Bahngleis gelegt worden sein, wo er von einem Zug überrollt wurde. Der junge Mann habe sich auch in einer Diskothek aufgehalten, die rund fünf Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt ist. (APA, 2.12.2016)

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