Allianz-Tochter Pimco muss 20 Millionen Dollar Strafe zahlen

2. Dezember 2016, 08:35
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US-Vermögensverwalter über Kursentwicklung eines Fonds getäuscht haben

Washington/München – Der US-Vermögensverwalter Pimco räumt den Vorwurf der Irreführung von Anlegern mit einem Vergleich aus dem Weg. Die Allianz-Tochter zahlt 20 Millionen Dollar (18,8 Millionen Euro) und setzt einen unabhängigen Aufseher ein, der die Einhaltung der Vorschriften überwachen soll, wie die US-Wertpapieraufsicht SEC am Donnerstag mitteilte.

Pimco war vorgeworfen worden, Anleger über die Kursentwicklung des Total Return ETF, eines börsengehandelten Fonds, irregeleitet zu haben. Pimco habe die Vorwürfe weder eingeräumt noch dementiert, erklärte die SEC.

Der Total Return ETF trägt den gleichen Namen wie der Total Return Fonds, das einstige Aushängeschild von Pimco. Beide waren vom Anleihenguru Bill Gross verwaltet worden. In den Monaten nach dem Start des ETF im Februar 2012 habe er sich besser entwickelt als der gleichnamige Fonds, erklärte die SEC. Pimco habe dafür aber einen falschen Grund angegeben und den Anlegern damit verschleiert, dass diese Entwicklung nicht von Dauer sein werde, sobald der ETF größer werde. Gross war vor gut zwei Jahren im Streit von Pimco geschieden. In dem einst fünf Milliarden Dollar schweren ETF sind heute nur noch 2,3 Milliarden Dollar investiert. (APA/Reuters, 2.12.2016)

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