Steuern auf Medien: Verleger begrüßen Vorstoß der EU-Kommission

1. Dezember 2016, 17:25
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Wünscht sich ermäßigten Mehrwertsteuersatz auch für E-Papers

Wien – Der Verband Österreichischer Zeitungen begrüßt den Vorstoß der EU-Kommission in Sachen Mehrwertsteuer-Satz für elektronische Medien-Angebote. "Die Änderung der Mehrwertsteuersätze würde die Entwicklung der digitalen Presselandschaft vorantreiben", erklärte VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger am Donnerstag in einer Aussendung. Die Regierung sollte den EU-Vorschlag unterstützen, forderte er.

Für E-Papers fällt der volle Tarif an

Im Rahmen eines Steuer-Pakets für den Onlinehandel will die EU-Kommission es den Staaten freistellen, ob sie den ermäßigten Mehrwertsteuer-Satz für Printmedien auch für elektronische Angebote anwenden. In Österreich gilt für Druckwerke der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent; für E-Papers aber fällt der volle Tarif an.

Der VÖZ habe schon lange auf eine Angleichung gedrängt, betonte Grünberger. "Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, den Vorschlag der EU-Kommission im weiteren legislativen Prozess zu unterstützen und so eine nachhaltige Entwicklung der heimischen Presselandschaft in Zeiten der digitalen Transformation zu ermöglichen." Es gelte, das System an die "heutige Realität anzupassen und zu reformieren", so der VÖZ. (APA, 1.12..2016)

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