"Super Mario Maker" für 3DS im Test: Ein Muss für Mario-Fans

    8. Dezember 2016, 11:00
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    Der Fantraum erstreckt sich auf dem Spielehandheld über zwei Displays

    Vor etwas mehr als einem Jahr wurde ein Traum für Millionen Mario-Fans wahr. Nintendo ließ mit "Super Mario Maker" Spieler erstmals eigene Levels erschaffen. So einfach oder kompliziert, wie man es möchte. Mit ganz vielen Münzen und Power-Ups oder Heerscharen an Gegnern. Seit Anfang Dezember gibt es auch eine Version für den Nintendo 3DS.

    Vier Mal Mario

    Bei dem Spielehandheld nutzt "Super Mario Maker" den Platz auf beiden Screens gut aus. Auf dem unteren Bildschirm wird gebaut, auf dem oberen gespielt. Im Bauen-Modus werden die eigenen Levels kreiert. Wie auch bei der Version für die Wii U kann man aus den Stilen von "Super Mario Bros", "Super Mario Bros 3", "Super Mario World" und "New Super Mario Bros U" wählen. (Retrofans wie die Autorin toben sich am liebsten bei "Super Mario Bros" aus.)

    Mit dem Stylus lassen sich die winzigen Klötzchen, Schwammerl und anderen Elemente präzise platzieren. Die seitlichen Menüs können ausgeblendet werden, damit der Blick aufs Wesentliche nicht zu sehr verstellt wird. Am unteren Baubildschirm hat man weniger Platz als auf dem Display, auf dem dann tatsächlich gespielt wird. Wo man die verschiedenen Elemente am besten platziert, kann man sich auch von Assistent Yamamura (eine Taube) erklären lassen.

    Trotzdem hat man mitunter eher das Gefühl winzige Mosaiksteinchen mit einer Pinzetten zu setzen, als Welten zu erschaffen. Bis alles passt, muss man das eigene Level mehrmals durchspielen. Das gehört zwar zum Spiel, fängt aber recht bald zu nerven an, wenn man nicht gleich sieht, wo man Bausteine vergessen hat oder ein Abgrund doch zu weit zum Überspringen ist. Nintendo empfiehlt das Spiel für Kinder ab drei Jahren. Kleinkinder können damit aber nichts anfangen – zu filigran ist die Bedienung mit dem Stift.

    foto: standard/riegler
    Beim Nintendo 3DS wird am unteren Bildschirm gebaut, am oberen gespielt.
    foto: standard/riegler
    Sind alle Menüs ausgeklappt, ist das Platz zum Bauen der eigenen Levels eingeschränkt.

    Gespielt werden muss auch

    Da man zu Beginn nur eine geringe Auswahl an Bauelementen und möglichen Gegnern zur Verfügung hat, müssen diese erspielt werden. Dafür hat sich Nintendo die Super-Mario-Herausforderung einfallen lassen, über die man neue Gegenstände erhält. Dabei handelt es sich um von Nintendo entwickelte Levels, die stark an frühere Spiele erinnern (geheime Abkürzungen inklusive). Pro Level muss man zwei Ziele erreichen, um neue Gegenstände zu erhalten.

    Zu schwere Levels kann man zwar überspringen, erhält dann aber auch keine Belohnung. Für die Autorin, die als Kind "Super Mario Bros", "Super Mario Bros 2" und "Super Mario Bros 3" am NES wie ihre Westentasche kannte, war der Schwierigkeitsgrad einiger dieser Levels durchaus frustrierend. Immerhin kann man zwischendurch bei den einfachen, selbst zusammengeschusterten Levels üben.

    Erstaunlicher Einfallsreichtum

    Im Spielen-Modus hat man zwei weitere Möglichkeiten: die selbstgebauten, gespeicherten Levels durchspielen und die "Level aus aller Welt" probieren. Diese haben andere Spieler auf der Wii U kreiert. Hier findet man die 100-Mario-Herausforderung, bei der man vorgegebene Levels nach selbst wählbaren Schwierigkeitsgrad mit 100 Mario-Leben durchwandern kann. Die Spielekreationen der User überraschen mit Einfallsreichtum und Ideen, die man von Nintendos Klassikern so nicht kennt. So wird das Jump-and-Run-Game in einigen Levels zum kniffligen Puzzle mit Aha-Erlebnissen. Unter "Vorschläge" kann man auch frei aus einer Liste von User-Levels wählen, deren Spielbarkeit teilweise aber zweifelhaft sind. Über den StreetPass kann man auch Levels von Freunden aus der Nähe empfangen.

    Leider kann man eigene Levels nur über die lokale StreetPass-Funktion mit anderen Spielern teilen. Die selbstgebastelten Kreationen zu Nintendos Servern hochladen, damit sich Spieler weltweit daran versuchen können, ist nur mit der Version für die Wii U möglich.

    nintendo deutschland
    Trailer zu "Super Mario Maker" für Nintendo 3DS

    Fazit

    Auch wenn die kleinen Displays des Handhelds und die fehlende Möglichkeit, die Levels zu Nintendo hochzuladen, einen leichten Schatten werfen. Den berühmtesten Installateur (für bundesdeutsche Leser: Klempner) der Welt durch selbst erschaffene Welten dirigieren zu können macht "Super Mario Maker" zum Muss für alle Mario-Fans mit 3DS. (Birgit Riegler, 8.12.2016)

    "Super Mario Maker" ist für Wii U und 3DS erschienen. UVP für den 3DS: 39,99 Euro

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