Amazon erhöht Versandkosten für Nicht-Prime-Kunden

1. Dezember 2016, 13:24
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Vor allem schnelle Lieferungen verteuern sich – Prime-Abos werden nächstes Jahr teurer

Zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts hat Amazon die Versandkosten für Nicht-Prime-Kunden in Deutschland und Österreich erhöht – um bis zu 40 Prozent. Vor allem schnelle Lieferungen kosten nun mehr.

Der Standardversand für Medienprodukte, Drogerieartikel, Lebensmittel und Bekleidung kostet noch immer 3,60 Euro, wenn der Bestellwert weniger als 29 Euro ausmacht. Ab 29 Euro Bestellwert liefert Amazon nach Österreich versandkostenfrei, für Bücher wird in der Regel keine Gebühr verrechnet. Die Zustellung dauert üblicherweise zwei bis drei Werktage ab Versand, wie der Amazon-Website zu entnehmen ist.

Von drei auf 3,99 Euro

Die Deutschen zahlen für den Standardversand der genannten Produkte drei Euro, die Lieferzeit ist dort mit ein bis zwei Werktagen kürzer. Für Artikel, die nicht in die Kategorie fallen, haben sich die Liefergebühren jedoch von drei auf 3,99 Euro erhöht. Das müssen auch die Österreicher zahlen.

Wer es eilig hat, muss künftig ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Der Premiumversand kostet nun 7,99 statt sechs Euro. Dafür kommt die Bestellung am nächsten Werktag (in Deutschland) beziehungsweise nach ein bis zwei Werktagen (in Österreich).

Prime-Kunden zahlen mehr als Standard-Kunden

Der deutsche Morning-Express (Zustellung bis 12 Uhr am Werktag nach Versand) sowie der Evening-Express/Same Day (Zustellung am Versandtag zwischen 18 und 21 Uhr) verteuern sich von 9,99 auf 13,99 Euro. Das österreichische Pendant, die Eintageszustellung, kostet elf Euro pro Lieferung plus drei Euro pro Kilo.

Für Aufregung sorgt in deutschen Medien, dass zahlende deutsche Prime-Kunden unter Umständen mehr bezahlen müssen als Standard-Kunden – obwohl die Prime-Gebühr kürzlich erhöht wurde. Eine Prime-Jahresmitgliedschaft kostet für Neukunden ab 1. Februar 69 statt 49 Euro, Bestandskunden zahlen ab Juli mehr. Das Abo für einen Monat kostet 8,99 Euro.

Kein Mindestbestellwert

Prime-Mitglieder können in der Regel ohne Mindestbestellwert kostenlos bestellen und haben Zugriff auf einen Video- und Musikstreaming-Dienst sowie die Kindle-Leihbibliothek.

Deutsche Prime-Kunden, die ihre Lieferung haben schnell wollen und mehrere Artikel bestellen, könnten nun eine böse Überraschung erleben: Der Morning-Express kostet sie fünf Euro pro Artikel. Es gibt keine Deckelung, sprich, wenn sie drei Artikel bestellen, kommen sie mit 15 Euro bereits auf höhere Gebühren als Standard-Kunden. Diese zahlen pro Lieferung 13,99 Euro. Die österreichische Eintageszustellung kostet sowohl Prime- als auch Standard-Kunden elf Euro pro Lieferung plus drei Euro pro Kilo. Für Premium- und Standardversand zahlen die Prime-Mitglieder hierzulande weiterhin nichts. (APA, 1.12.2016)

  • Artikelbild
    foto: reuters
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