Jan Böhmermann erfindet Zensurministerium, legt Hassposter rein

1. Dezember 2016, 12:27
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Der Satiriker jagte einem Nutzer, der ihn beschimpfte, als frei erfundenes "Bundesministerium" Angst ein

Der Satiriker Jan Böhmermann begeistert Nutzer in sozialen Medien mit einer Aktion gegen einen Hassposter. Der ZDF-Star wurde von einem User mehrfach als "hirnloses Arschloch" beschimpft. Böhmermann rächte sich, indem er sich als Mitarbeiter des "Bundesministeriums für Internetsicherheit und Zensur" ausgab und dem Mann mitteilte, dessen Arbeitgeber zu informieren. Außerdem werde er sich mit der "Borussia Dortmund GmbH" in Verbindung setzen, gäbe der Hassposter doch in seinem Profil an, ein großer Fan des Fußballvereins zu sein.

Hassposter gibt kleinlaut bei

Daraufhin bat der Mann sofort um Verzeihung: "Ich habe mich immer korrekt verhalten. Vorm und im Stadion. Deutschlandweit." Das Smartphone sei von einem "Kumpel" benutzt worden. Böhmermann veröffentlichte Bildschirmfotos des Gesprächs auf Facebook, wo mehr als 54.000 Menschen "Gefällt Mir" klickten. Außerdem wurde der Beitrag über 3.700 Mal weiterverbreitet.

Doch am Donnerstag wartete die Geschichte mit einem weiteren Dreh auf: Plötzlich meldete sich ein "Bundesamt für soziale Netzwerke", dass sich auf seiner Facebook-Seite über Böhmermanns "Fake-Behörde" beschwerte. Dieses Bundesamt, das im deutschen Bundeskanzleramt angesiedelt sein soll, kündigte etwa an, momentan über die Einführung eines "Dislike"-Buttons auf Facebook zu diskutieren. Ob auch hinter dieser Fake-Behörde Böhmermann steckt, wie Stern.de spekuliert, ist unklar – Überraschung wäre es jedenfalls keine. (red, 1.12.2016)

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  • Jan Böhmermann sorgt mit einer Aktion gegen Hassposter für Furore
    foto: zdf/knabe

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