Rebellen gründen "Aleppo-Armee" in Kampf gegen syrische Truppen

1. Dezember 2016, 14:55
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Auch Fundamentalisten in neuem Bündnis mit "Freier Syrischer Armee" vertreten

Beirut/Moska – Im Kampf um die syrische Stadt Aleppo wollen einige Rebellengruppen der syrischen Armee mit einer neuen Allianz Paroli bieten. Die Aufständischen hätten sich darauf verständigt, die Verteidigung der von ihnen gehaltenen Teile der Stadt besser zu koordinieren, sagten Vertreter zweier Milizen am Donnerstag von der Türkei aus.

Die syrische Armee hat in den vergangenen Tagen nach schweren Luftangriffen auf Stellungen der untereinander zerstrittenen Rebellen erhebliche Geländegewinne in Aleppo erzielt.

Eine "Aleppo-Armee"

Der Zusammenschluss der Rebellentruppen werde "Aleppo-Armee" genannt, sagten die beiden Vertreter. Sie solle vom Kommandanten der Levante-Front-Miliz angeführt werden, einer der Hauptrebellengruppen, die in Nordsyrien unter dem Banner der Freien Syrischen Armee gegen die syrische Regierung und den IS kämpfen. Zu dem Zusammenschluss zählen auch fundamentalistische Gruppen.

Westliche Staaten hatten vor der Großoffensive der Regierungstruppen, die von Russland aus der Luft unterstützt werden, davor gewarnt, dass sich die gemäßigten Rebellen unter dem Druck einer drohenden Niederlage mit extremistischen Gruppen verbünden könnten.

Hilfe von USA und Türkei

Die Freie Syrische Armee wird unter anderem von den USA unterstützt, die Levante-Front auch von der Türkei. Russlands Präsident Wladimir Putin betonte am Donnerstag, dass sein Land keine Feinde suche, aber seine Interessen verteidigen werde. Russland unterhält in Syrien einen wichtigen Militär-Marinestützpunkt und steht auf der Seite von Präsident Bashar al-Assad. (Reuters, 1.12.2016)

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