Kombinierer auch in Lillehammer euphorisch

30. November 2016, 11:21
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ÖSV-Team will auch in Norwegen vorne mitmischen - Teambewerb und zwei Einzelbewerbe von zwei Schanzen

Lillehammer – Nach dem tollen Weltcup-Saisonstart der rot-weiß-roten Nordischen Kombinierer geht es von Freitag bis Sonntag in Lillehammer mit drei Bewerben weiter. Am Olympiaschauplatz von 1994 hoffen die Österreicher auf eine Fortsetzung der starken Leistung. Willi Denifl hatte als Zweiter am Sonntag für den ersten Stockerlplatz gesorgt, Mario Seidl mit den Rängen fünf und vier das Podest knapp verpasst.

Das ÖSV-Team blieb nach dem Auftakt in Ruka gleich in Skandinavien und reiste am Montag direkt nach Lillehammer weiter, wo bereits fleißig trainiert wurde. "Wir haben Dienstag auf beiden Schanzen trainiert. Die Loipe, die uns im Birkebeiner-Stadion erwartet, ist mit den zwei langen Anstiegen eine der anspruchsvollsten im Weltcup, da braucht man starke Beine", weiß Cheftrainer Christoph Eugen.

Auf dem Programm stehen am Freitag der Teambewerb und am Samstag die Einzelkonkurrenz jeweils von der Normalschanze, am Sonntag folgt der Einzelbewerb von der Großschanze. "Im letzten Jahr haben wir uns hier mit dem dritten Platz von Lukas Klapfer und zwei vierten Plätzen von Berni Gruber gut präsentiert. Wir haben in Ruka sowohl springerisch als auch mit einigen Top-Ten-Laufzeiten gezeigt, dass wir gut drauf sind. Mit der gezeigten guten mannschaftlichen Leistung vergangenes Wochenende bin ich für den ersten Teambewerb zuversichtlich", blickt Eugen zuversichtlich voraus.

Denifl will trotz des zweiten Ranges nicht zu viel erwarten. Der normalerweise als Spätstarter bekannte Tiroler freute sich aber über den guten Auftakt. "Jetzt habe ich einmal den ersten coolen Schritt gemacht. Aber auch die anderen Teamkollegen haben sensationelle Leistungen gezeigt", erklärte der 36-Jährige. Gemeint war damit freilich auch Seidl. Der Salzburger, der am 8. Dezember seinen 24. Geburtstag feiert, war am Sonntag mit Rang vier so nahe dran am Weltcup-Podium wie noch nie. "Gleich nach der Ziellinie habe ich mich geärgert, weil das Stockerl in Griffweite war", meinte Seidl danach.

Den Grund für seinen starken Saisonstart sieht Seidl darin, dass er hart an der Technik gearbeitet hat. "Ich habe es schon im Sommer-Grand-Prix gezeigt und es trägt jetzt schon Früchte", erklärte Seidl freudig. (APA, 30.11.2016)

ÖSV-Team Lillehammer: Bernhard Gruber, Mario Seidl, Bernhard Flaschberger (alle S), David Pommer, Willi Denifl (T), Franz-Josef Rehrl, Lukas Klapfer (STK), Philipp Orter (K)

Programm: Donnerstag (Training und provisorischer Wertungsdurchgang/12.00 Uhr), Freitag: Teambewerb Normalschanze (11.00/14.10), Samstag: Einzel Normalschanze (09.00/14.10), Sonntag: Einzel Großschanze (09.00/14.10)

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