Kartellgericht prüft geplanten Deal zwischen Gewista und Ankünder

30. November 2016, 11:21
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Marktbeherrschende Stellung von Branchenprimus Gewista in Österreich bzw. von Ankünder in der Steiermark werden einer Prüfung unterzogen

Wien – Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) fürchtet durch die vertiefte Verflechtung von Gewista, führender Anbieter von Außenwerbung, mit der Nummer drei Ankünder, das Entstehen oder die Vertiefung einer marktbeherrschenden Position. Daher wurde der geplante Zusammenschluss an das Kartellgericht verwiesen, teilte die BWB am Mittwoch mit. Auch der Bundeskartellanwalt habe diese Prüfung beantragt.

Gewista, die seit 2013 ein Viertel (24,5 Prozent) an der steirischen Ankünder hält, will auf ein Drittel (33,3 Prozent) aufstocken. Die Mehrheit an Ankünder hält die Stadt Graz. Im Gegenzug soll Ankünder 49 Prozent an der Gewista-Tochter Megaboard erwerben. Parallel dazu will Gewista ihr Geschäft in Tirol und Vorarlberg in die Salzburger Progress Außenwerbung GmbH einbringen, die ebenfalls zu 49 Prozent im Eigentum von Ankünder steht. Die restlichen 51 Prozent gehören der Gewista. Außerdem erhalte Ankünder Know-How im Bereich der Digitalisierung, wo Gewista und insbesondere deren Muttergesellschaft JC Decaux Innovationsführer seien, vermerkt die BWB auf ihrer Homepage.

In der vertieften Prüfung müsse das Kartellgericht feststellen, ob das Vorhaben eine marktbeherrschende Stellung von Gewista auf dem nationalen Außenwerbemarkt begründet oder verstärkt bzw. ob dadurch eine marktbeherrschende Stellung von Ankünder auf dem Außenwerbemarkt in der Steiermark begründet oder verstärkt wird. (APA, 30.11.2016)

  • Außenwerber: Die vertiefte Verflechtung Gewista/Ankünder ist ein Fall für das Kartellgericht.
    foto: gewista

    Außenwerber: Die vertiefte Verflechtung Gewista/Ankünder ist ein Fall für das Kartellgericht.

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