1 Undershaft: Grünes Licht für neuen Wolkenkratzer in London

30. November 2016, 12:02
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In London entsteht mit "The Trellis" das zweithöchste Gebäude der Stadt

Bei seiner Fertigstellung wird der Turm mit der Adresse 1 Undershaft nach "The Shard" das zweithöchste Gebäude der Stadt sein. Und es wäre nicht London, würde es nicht bereits einen Spitznamen für ihn geben: The Trellis, also das Rankgerüst, wird der 73-stöckige Wolkenkratzer aufgrund seiner von Querstreben strukturierten Fassade bereits genannt. Vor wenigen Tagen wurde die Baugenehmigung dafür erteilt.

visualisierung: dbox for eric parry architects handout via reuters

Der von Eric Parry Architects entworfene Tum wird 294,6 Meter hoch sein. Die ursprünglichen Pläne der aus Singapur stammenden Immobilienentwickler Aroland Holdings sahen eigentlich einen noch höheren Turm vor – das war aber aufgrund der Nähe zum London City Airport nicht möglich. Auch die Gebäudespitze hätte ursprünglich auffälliger sein sollen. Die Behörden verlangten aber eine dezentere Konstruktion.

visualisierung: dbox for eric parry architects handout via reuters

Im 1 Undershaft sollen nach Fertigstellung 10.000 Menschen arbeiten. Geplant ist außerdem ein öffentlicher Platz im Erdgeschoßbereich, Retail-Flächen und, ganz oben, die höchste Aussichtsplattform Londons – angeblich wird sie gratis sein – mit einem Restaurant und Flächen für das Museum of London.

Wann der Baustartist, steht noch nicht fest. Der Abriss des 118 Meter hohen Aviva Towers, an dessen Stelle das Projekt 1 Undershaft entstehen wird, soll 18 Monate dauern, "The Trellis" soll in sechs bis zehn Jahren fertiggestellt sein. Die Baukosten werden laut Medienberichten auf "hunderte Millionen Pfund" geschätzt.

Für den Architekt Eric Parry ist sein Turm nach dem Brexit ein "Treuebekenntnis zu London". 1 Undershaft werde die Krone des Hochhaus-Clusters in der Londoner Innenstadt sein. In London regt sich indes immer öfter Widerstand gegen die wachsende Zahl an Hochhäusern: Immer wieder werden beispielsweise Einschränkungen verlangt, was die zulässige Gebäudehöhe betrifft. (zof, 30.11.2016)

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