Was tun zu Weihnachten, wenn man nicht feiert?

User-Diskussion21. Dezember 2016, 08:00
431 Postings

Weihnachten ist eine besondere Zeit im Jahr. Aber was macht man und wen trifft man, wenn man überhaupt nicht feiert?

Weihnachten ist für viele Menschen eine Zeit, die man am besten mit der Familie verbringt. Selbst als Erwachsene kehren viele gern ins elterliche Zuhause ein und verbringen so die Feiertage in vertrauter Umgebung. Gleichzeitig gibt es gute Gründe, Weihnachten für sich zu sein: Man lebt im fernen Ausland, hat keine Lust auf Streit mit dem erweiterten Familienverband oder hat wegen des eigenen Nachwuchses andere Pläne.

Aber was tut man an diesen Tagen, wenn man selbst nicht feiert? Das Warum ist relativ vielfältig: Es gibt eine kleine Zahl an Österreichern, die aus Prinzip nicht feiern möchten. Andere sind vielleicht nicht mit dem in Österreich dominierenden Katholizismus und Protestantismus erzogen, sind orthodox, jüdisch oder muslimisch sozialisiert, und können daher mit Weihnachten am 24. Dezember nicht besonders viel anfangen.

"Was machst du heute?" – "Weihnachten feiern?!"

In jedem Fall steht man als solcher Mensch schon früh in seinem Leben vor einem kleinen sozialen Stolperstein. Der nächste Tag ist ein Feiertag, und trotzdem ist es schier unmöglich, jemanden zu finden, der um 20 Uhr mit einem ein Bier trinken geht. Selbst die Atheisten haben weihnachtlich zu tun. Zu späterer Stunde geht es meistens besser, denn – auch das lernt man früh im Leben – es gehört zur Weihnachtstradition, das beim Familienessen Erlebte gemeinsam mit anderen Menschen und Freund Alkohol zu verarbeiten.

Wie verbringen Sie die Feiertage der anderen?

In der Mehrheitsgesellschaft schaukelt sich die Feiertagslaune ab dem vierten Advent immer weiter hoch, bis sie zu Silvester ihren Höhepunkt und Ausklang findet. Man selbst aber – falls Teil einer der erwähnten orthodoxen Kirchen, die größtenteils erst Anfang Jänner feiern – beginnt erst zu Silvester mit dem ganzen Spaß und rutscht dem Weihnachtsfest entgegen. Zu einem Zeitpunkt, in dem Freunde und Kollegen bereits ins echte Leben zurückgefunden haben.

Ein Gutes hat das Ganze trotzdem: Den 24. Dezember verbringt man dann oft so, wie es sich die meisten insgeheim am sehnlichsten wünschen – selig dösend vor dem Fernseher. (jnk, 21.12.2016)

  • Die gute Seite von Weihnachten: Man könnte ein Paar dieser Handschuhe bekommen, mit denen sich Smartphones bedienen lassen.
    istockphoto.com/stevanovicigor

    Die gute Seite von Weihnachten: Man könnte ein Paar dieser Handschuhe bekommen, mit denen sich Smartphones bedienen lassen.

  • Oder auch nicht.
    istockphoto.com/svphilon

    Oder auch nicht.

Share if you care.