Ohio: Hinweise auf Terror-Hintergrund nach Angriff auf Universität

29. November 2016, 17:04
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Facebook-Botschaft des Täters: "Werden euch nicht schlafen lassen"

Columbus (Ohio) – Nach der Attacke an einer Universität im US-Bundesstaat Ohio gibt es Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, da der Angreifer Abdul Razak Ali kurz zuvor eine gegen die USA gerichtete Botschaft auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hatte. Für konkrete Aussagen sei es aber noch zu früh, sagte der Chef der Uni-Polizei Craig Stone auf einer Pressekonferenz. Doch klar sei: "Das war Absicht."

Ein Student der Ohio State University war am Montag zunächst in eine Gruppe Fußgänger auf dem Campus in Columbus gefahren. Danach stieg er aus dem Wagen und griff Umstehende mit einem Schlachtermesser an. Elf Menschen wurden verletzt. Der Angreifer wurde nach Behördenangaben binnen weniger als einer Minute von einem herbeigeeilten Polizisten erschossen.

Über Pakistan in die USA

Bei dem Verdächtigen handelt es sich Ermittlern zufolge um den aus Somalia stammenden Abdul Razak Ali. Sein genaues Alter war zunächst nicht bekannt. Berichten zufolge soll er höchstens Mitte 20 gewesen sein. Der Sender CNN meldete unter Berufung auf einen Ermittler, der Mann sei 2014 über Pakistan in die USA gekommen. Ob es Mittäter gab, war zunächst unklar. Auch die Bundespolizei FBI untersucht den Fall.

"Werden euch nicht schlafen lassen"

Nach Medienberichten hatte der Mann wenige Minuten vor seiner Attacke eine gegen die USA gerichtete politische Botschaft auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Darin habe er die USA aufgefordert, ihre Einmischung in muslimischen Staaten zu beenden. "Wir sind nicht schwach, denkt daran", schrieb er laut ABC. "Wir werden euch nicht schlafen lassen, ehe ihr den Muslimen nicht Frieden gewährt." Inzwischen sei die Seite aber blockiert.

Dem IS-Sprachrohr Amak zufolge war der Angreifer ein Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat. Der Angreifer sei ein "Soldat des Kalifats" gewesen, berichtete die Nachrichtenseite der Terrormiliz am Dienstag unter Berufung auf eine "Sicherheitsquelle" des IS. Ähnliche Formulierungen hatten die Jihadisten zuletzt verwendet, wenn ein Anschlag nicht vom IS geplant war, der Angreifer aber Beziehungen zur Terrormiliz hatte. (APA, 29.11.2016)

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