51 Prozent der Digitalwerbung über Programmatic Advertising, schätzt Zenith

29. November 2016, 15:56
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In Österreich auf rund 20 Prozent der Display-Werbung taxiert

London/Wien – Programmatic Advertsing wird heuer zur gewichtigsten Verkaufsmethode für Onlinewerbung, prognostiziert die internationale Mediaagenturgruppe Zenith. 51 Prozent der gesamten Onlinewerbung würden 2016 über diesen – grob: – automatisierter Onlinewerbeverkauf auf Auktionsbasis vermarktet, 2017 sollen es bei ordentlichen Steigerungsraten 58 Prozent werden. In Österreich wird der Anteil auf derzeit rund 20 Prozent geschätzt.

Starkes Wachstum, kleine Basis

"In Österreich ist der programmatische Werbemarkt dieses Jahr um 83 Prozent gewachsen, wenn auch noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau", lässt Erwin Vaskovich, CEO Publicis Media Austria, dazu verlauten, Derzeit würden rund 20 Prozent der Display-Werbung automatisiert eingekauft. Bei jährlichen Zuwachsraten von 60 Prozent werde der Anteil im Jahr 2018 bei mehr als 40 Prozent liegen, erwartet er. Der Großteil des Programmatic-Wachstums komme vorerst noch aus dem Display-Bereich.

Zenith veröffentlichte seinen Programmatic Marketing Forecast am Montag. Demnach wird Programmatic Advertising 2017 international um 31 Prozent zulegen und damit schneller wachsen als alle anderen Bereiche der digitalen Werbung. Basierend auf 41 wichtigen Werbemärkten sieht dieser Bericht die programmatische Werbung wesentlich stärker wachsen als Social Media (plus 25 Prozent) und Online-Video (plus 20 Prozent) – und bei diesen Werbekanälen nehme der Anteil der programmatisch verkauften Werbekontakte ebenfalls zu.

2012 hatte Programmatic Advertising laut dieser Studie noch einen Anteil von nur 13 Prozent an den Werbeausgaben für Digital Display, wenige Jahre später dominiert dieser automatisierte Einkauf von Werbeflächen bereits den digitalen Display-Werbemarkt. Die Werbeausgaben für programmatische Werbung stiegen von 5 Milliarden Dollar 2012 auf 39 Milliarden 2016 und wuchsen damit um durchschnittlich 71 Prozent jährlich. Zenith erwartet nun 28 Prozent Wachstum im Schnitt auf 64 Milliarden 2018.

USA größter Markt

Die USA sind der größte Markt für programmatische Werbung, sie haben 2016 mit rund 24 Milliarden Dollar einen Anteil von 62 Prozent an den weltweiten Ausgaben für Programmatic Advertising. Mit deutlichem Abstand folgten Großbritannien an zweiter Stelle mit 3,3 Milliarden und China an dritter Stelle mit 2,6 Milliarden.

Die Werte in dem Zenith-Bericht beziehen sich alleine auf digitale Medien. Die Mediaagentur betont freilich, dassprogrammatisches Marketing beginnt, sich auch in den traditionellen Medien zu verbreiten. In vielen Märkten böten bereits Fernseh-, Radio- und Out-of-home-Plattformen den Einkauf von Werbekontakten über automatisierte und datengesteuerte Aktionen an. (red, 29.11.2016)

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