Google-Europa-Chef: Deutschland könnte digital stärker sein

29. November 2016, 12:58
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Internetwirtschaft trägt in Großbritannien 12 Prozent zum BIP bei, in Deutschland 4 bis 5 Prozent

Deutschland nimmt nach Einschätzung von Google-Europa-Chef Matt Brittin in der digitalen Ära bis jetzt nur eine unterdurchschnittlich entwickelte Rolle ein. "Die Bundesrepublik ist weltweit führend bei den Exporten, weil das Ingenieurswesen und die Stärken in der Produktion sehr stark ausgebildet sind. Das trifft aber nicht auf die digitale Wirtschaft zu", sagte Brittin.

Netto-Exporteur

"Deutschland könnte da viel weiter vorne liegen." In Großbritannien trage die Internetwirtschaft zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. "In Deutschland liegt dieser Wert gerade einmal bei vier bis fünf Prozent." Großbritannien sei bei digitalen Produkten und Diensten ein Netto-Exporteur, führt also mehr aus als ein. "In Deutschland ist das nicht der Fall. Das könnte sich ändern."

Ingenieursstandort in München

Der Google-Manager verwies auf das Engagement des Internet-Konzerns in Deutschland: "Wir haben einen großen Ingenieursstandort in München, den wir gerade ausbauen, damit bis zu 800 Mitarbeiter dort Produkte und Dienste entwickeln können." Deutschland habe in wichtigen Bereichen wie Sicherheit und Datenschutz Standards gesetzt. Google wolle von diesem Standort-Vorteil profitieren, um seinen Anwendern besonders sichere und datenschutzfreundliche Dienste anbieten zu können. (APA, 29.11. 2016)

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  • Google-Europa-Chef Matt Brittin
    foto: reuters

    Google-Europa-Chef Matt Brittin

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