Van der Bellen gegen Anti-Hofer-Demo

29. November 2016, 12:40
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Weil das Gemeinsame vor dem Trennenden stehen soll, will Alexander Van der Bellen weder Demos für ihn noch gegen Hofer

Wien – Der Verein "Gemeinsam für Van der Bellen" hat sich nach eigenen Worten "entschieden" von der für Samstag geplanten Demonstration gegen Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer in Wien distanziert.

"Wir haben im Rahmen unserer überparteilichen Wahlbewegung stets das Verbindende vor das Trennende gestellt. Wir halten daher Kundgebungen gegen den Mitbewerber für kontraproduktiv. Wir haben in unserer Wahlbewegung von Anfang an auf einen respektvollen Umgang und eine sensible Wortwahl gegenüber dem Gegenkandidaten gesetzt und werden dies auch weiter tun", sagt Lothar Lockl, Obmann des Vereins Gemeinsam für Van der Bellen.

Wirtschaftlicher Schaden durch Demonstranten

Lockl gab auch zu bedenken, dass die geplante Demonstration an einem Einkaufssamstag im Advent auch wirtschaftlichen Schaden anrichtet und nicht im Interesse der vielen Familien ist, die an diesem Tag ungestört ihre Weihnachtseinkäufe machen wollen.

Aus diesem Grund begrüßten Van der Bellen und sein Team auch ausdrücklich, dass die unabhängige Unterstützerinitiative "Jugend für Van der Bellen" von ihrem Demonstrationsrecht nicht Gebrauch gemacht hat und eine für vergangenen Samstag geplante Fahrraddemo für Van der Bellen abgesagt hat.

FPÖ empört

FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache bezeichnete den Umstand, dass am Samstag mitten im Advent wieder eine linksextremistische Demonstration in der Wiener Innenstadt ihr Unwesen treiben darf, als "völlig verantwortungslos". Diese Demonstration solle Van der Bellen unterstützen und agiere unter Slogans wie "F*CK HOFER – Refugees welcome" oder "Flüchtlinge bleiben, FPÖ vertreiben".

"Die steuerzahlende Wiener Bevölkerung, die Geschäftsleute und die Touristen haben die Nase voll", erklärte Strache, der ein totales Versagen der Stadtregierung sieht. Auf diese Weise ruiniere man die Wirtschaft und treibe Menschen in die Arbeitslosigkeit. Zudem seien einmal mehr Sachbeschädigungen zu befürchten. (red, 29.11.2016)

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