"MoVR": Forscher zeigen System für kabellose VR-Brillen

29. November 2016, 10:34
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Nutzt Millimeterwellen und soll deutlich schnellere Übertragung erlauben, als WLAN und Co.

Es gibt zwei große Hürden, die die virtuelle Realität auf ihrem Weg in die Wohnzimmer noch nehmen muss: Display-Auflösung und Kabel. Beide hängen freilich zusammen, denn je mehr Pixel bespielt werden, desto mehr Daten fließen vom Rechner an den Bildschirm der Brille. Etablierte Drahtlostechnologien wie Bluetooth oder WLAN scheitern daran, die erforderlichen Datenmengen mit ausreichend kurzer Reaktionszeit zu übermitteln.

Eine mögliche Lösung zeigen nun Forscher des Massachussetts Institute of Technology auf. Sie haben ein System namens "MoVR" entwickelt, das auch hochfrequente Radiowellen im Millimeterbereich setzt. Diese sollen wesentlich schnellere Übertragung ermöglichen.

Sichtkontakt notwendig

Dabei müssen aber auch sie spezifische Probleme lösen. Denn diese Übertragungstechnik benötigt direkten Sichtkontakt, da das Signal von Hindernissen stark beeinträchtigt wird. Selbst eine vor die Brille gehaltene Hand kann die Übertragung bereits unterbrechen. Das MoVR-System, das über zwei kleine, bidirektionale Antennen verfügt, arbeitet wie ein programmierbarer Spiegel. Es erkennt einkommende Signale und leitet dieses binnen Mikrosendungen in Richtung des Empfängers auf der VR-Brille umzuleiten.

Künftige Iterationen der Sende- und Empfangseinheiten könnten zirka die Größe eines Smartphones aufweisen. Dies würde es ermöglichen, einen Raum mit mehreren Geräten auszustatten, damit mehrere Leute ein Spiel spielen könnten, ohne sich gegenseitig ihre Signale zu blockieren. (red, 29.11.2016)

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MoVR

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    foto: mit csail
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