Krammer: "Es ist nicht wie bei Jesus und den zwölf Aposteln"

28. November 2016, 22:00
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Wiedergewählter Klubchef stärkt Neo-Trainer Canadi den Rücken, kündigt Nachwuchsoffensive an

Wien – Michael Krammer ist am Montagabend auf der Ordentlichen Rapid-Hauptversammlung, die erstmals im Allianz Stadion stattfand, für die nächsten drei Jahre als Präsident der Grün-Weißen bestätigt worden. Das Präsidium erhielt knapp 96 Prozent der abgegeben Stimmen. Das neue Trainerteam rund um Chefcoach Damir Canadi wurde mit stehenden Ovationen bedacht.

Krammer, der das Amt 2013 von Rudolf Edlinger übernommen hatte, versprach der Rapid-Gemeinde, weiter alles zu tun, um die Basis für nachhaltige sportliche Erfolge zu legen. Wirtschaftlich soll der operative Cashflow gesteigert werden, das Trainingszentrum im Wiener Prater soll modernisiert von der Stadt übernommen werden.

"Trainerteam erstklassig"

Krammer hat Canadi den Rücken gestärkt und um Geduld gebeten. "Wir sind überzeugt, dass das Trainerteam erstklassig ist und die Mannschaft weiterbringen wird. Das ist aber nicht wie bei Jesus und den zwölf Aposteln, die Wunderdinge vollbringen können."

Unter Canadi hat Rapid die ersten drei Partien verloren, zuletzt setzte es am Sonntag in der Bundesliga eine 1:2-Heimniederlage gegen Tabellenführer Sturm Graz. Krammer, der sein Amt als Präsident 2013 angetreten hatte, sprach von einem Prozess, der einige Zeit benötigen werde. "Man wird die Erfolge vielleicht nicht im nächsten Spiel, nicht im übernächsten, aber ganz sicher in absehbarer Zeit sehen", meinte der 56-Jährige.

Zukunftsprojekte

Krammer und Geschäftsführer Christoph Peschek kündigten zudem einige neue Zukunftsprojekte der Hütteldorfer an. Unter anderem will Rapid ein eigenes Trainingszentrum bauen oder die derzeit genutzten Einrichtungen rund um das Ernst-Happel-Stadion pachten.

Sportlich soll es einen stärkere Fokussierung auf die Nachwuchsarbeit geben. Man wolle in den nächsten Jahren zur ersten Adresse für heimische Talente, aber auch junge Spieler aus den östlichen Nachbarländern wie Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien werden. "Wir konzentrieren uns jetzt auf Zielmärkte, mit denen wir als Österreicher historisch verbunden sind und wo österreichische Unternehmen ihren Investitionsschwerpunkt haben", führte Krammer aus. (APA, 28.11.2016)

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