Rezept für gefüllten Lebkuchen

    Ansichtssache30. November 2016, 17:00
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    Ein einfacher Lebkuchenteig, gefüllt mit fein faschierten Trockenfrüchten, eröffnet die Weihnachtsbacksaison

    Meist braucht frisch gebackener Lebkuchen einige Tage in der Dose, um weich zu werden. Dieses Rezept aus dem Buch "Weihnachten mit den burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen" eignet sich jedoch zum sofortigen Vernaschen. Der Teig ist schnell hergestellt, und nach einigen Stunden Rasten lässt er sich ganz leicht verarbeiten. Um den gefüllten Aromastangerln eine erfrischende Note zu verleihen, werden sie mit Zitronenglasur bestrichen. Schokoladeliebhaber mögen sie lieber in Milch- oder Bitterschokolade getunkt.

    foto: helga gartner

    Zutaten für den Teig
    (ergibt etwa 70 Stück)
    275 g Honig
    1/16 l Wasser
    110 g Kristallzucker
    1 EL Vanillezucker
    1 unbehandelte Zitrone
    1 kleine unbehandelte Orange
    265 g Weizenmehl glatt
    335 g Roggenmehl
    30 g Natron
    2 Eier
    1 Pkg. Lebkuchen-Gewürzmischung

    Zutaten für die Fülle
    40 Stück Dörrzwetschken
    17 Stück getrocknete Feigen
    4 EL Rum
    3 EL Ribiselmarmelade

    Zum Dekorieren
    Kuvertüre und Zitronenglasur

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    foto: helga gartner

    Für den Teig Honig, Wasser, Zucker, Vanillezucker, Schale und Saft der Zitrone und der Orange unter Rühren zum Kochen bringen. Auskühlen lassen.

    Das Roggen- und das Weizenmehl mit den trockenen Gewürzen vermischen. Dann mit dem Knethaken der Küchenmaschine (oder Mixer) die abgekühlte Flüssigkeit und die Eier untermengen. Der Teig soll glatt, aber noch klebrig sein. Eventuell noch Mehl zugeben.

    In eine Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.

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    foto: helga gartner

    Von den Feigen die harten Stielansätze entfernen und gemeinsam mit den Dörrzwetschken faschieren.

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    foto: helga gartner

    Die Masse mit Rum und Marmelade verrühren und ebenfalls im Kühlschrank rasten lassen.

    Wenn sie zu kompakt ist, mit etwas Orangensaft ausgleichen.

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    foto: helga gartner

    Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche 2,5 bis drei Millimeter dick auswalken.

    In fünf Zentimeter breite Streifen schneiden. Mit etwas Wasser bestreichen.

    Die Fülle mit einem Spritzbeutel gleichmäßig auf den Teigstreifen verteilen.

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    foto: helga gartner

    Die Teigstreifen einrollen und nebeneinander legen.

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    foto: helga gartner

    Mit dem Stiel eines Kochlöffels alle fünf Zentimeter abteilen.

    Danach mit einem Messer durchschneiden.

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    foto: helga gartner

    Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Backrohr bei 175 Grad (Umluft) circa zehn Minuten backen.

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    foto: helga gartner

    Etwas auskühlen lassen.

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    foto: helga gartner

    Danach mit geschmolzener Kuvertüre verzieren oder eintunken, je nachdem, wie schokoladig der Lebkuchen schmecken soll.

    Alternativ kann man Zitronensaft mit Staubzucker zu einer dickflüssigen Glasur verrühren und die gefüllten Lebkuchen damit bestreichen.

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    foto: helga gartner

    Der Lebkuchen hält in einer luftdichten Dose bis Weihnachten – wenn er nicht vorher vernascht wird. (Helga Gartner, 30.11.2016)


    >>> Das Rezept zum Ausdrucken

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    foto: pichler verlag

    Bernhard Wieder, Michael Rathmayer
    Weihnachten mit den burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen
    Pichler-Verlag
    160 Seiten, 24,90 Euro

    Zehn Burgenländerinnen haben sich in diesem Buch total dem Thema Weihnachten gewidmet. Eine bäckt aus Liebe, eine andere zur Entspannung, und die dritte hat als Spätberufene zum Traumberuf gefunden. Was die zehn Frauen jedoch vereint, ist die Liebe zum Backen.

    Die Rezepte reichen von traditionell bis modern und bieten für jeden Geschmack etwas. Esterházyeckerl oder Ischler Krapferl, Marzipan-Orangen-Nougat oder Punschringerl, Zwickerbusserl oder Lebkuchen-Cakepops: Da fällt die Auswahl schwer, was heuer auf den Keksteller kommen soll.

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