Waschmaschinen teilen: Electrolux macht auf Uber

28. November 2016, 12:56
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Haushaltsgeräte könnten besser ausgelastet sein, wenn sie von mehreren Personen verwendet werden

Die Sharing Economy könnte sich zusehends in den Haushalten ausbreiten. Die gemeinsame Nutzung von Wohnungen (Airbnb), Fahrzeugen (Uber) und anderen Gütern gewinnt zusehends an Beliebtheit. Nun könnten auch Waschmaschinen geteilt werden. Diese Idee wird gerade vom Haushaltsgeräte-Multi Electrolux geprüft, zu dem auch Marken wie AEG zählen.

Viele Waschmaschinen stünden die meiste Zeit still, erklärte der neue Chef des schwedischen Konzerns, Jonas Samuelson, der "Financial Times". Electrolux will dabei aber nicht einfach nur Waschmaschinen liefern, sondern ein ganzes System dazu entwickeln. Samuelson nennt vor allem die "intelligente Kommunikation" der Geräte, die Electrolux selbst ausbrüten und umsetzen möchte.

Smart Home

Der Konzern reagiert dabei auf Ambitionen mehrerer Internetkonzerne wie Google und Amazon, die große Ressourcen in Smart Home oder intelligentes Wohnen stecken. Dabei werden Alltagsvorgänge automatisiert oder via App gesteuert – von der Heizung über die Kaffeemaschine bis hin zur Bestellung von Vorräten.

Samuelson räumte in den Interview ein, dass noch viele offene Fragen bestünden und die Angelegenheit ziemlich komplex sei. Zu den Problemen zähle etwa, was passiere, wenn die Wäsche beschädigt aus der Trommel kommt. Jedenfalls arbeite Electrolux an einigen spaßigen Ideen, die derzeit getestet würden. (red, 28.11.2016)

In einer früheren Version stand, dass auch Elektra Bregenz zu Electrolux zähle. Das war ein Irrtum. Elektra Bregenz gehört dem türkischen Arçelik-Konzern. Wir bedauern.

  • Electrolux will nicht einfach nur Waschmaschinen liefern, sondern ein ganzes System dazu entwickeln.
    foto: ap/adrian sainz

    Electrolux will nicht einfach nur Waschmaschinen liefern, sondern ein ganzes System dazu entwickeln.

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