Das Ende des Ölzeitalters

Kolumne1. Dezember 2016, 13:17
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Weniger Fahrzeuge die mit Sprit betrieben werden bedeuten auch eine Umstrukturierung der Arbeitsplätze

Der Fachverband der Mineralölindustrie in der Wirtschaftskammer hat seinen Branchenreport veröffentlicht, der auch ein interessantes Fact-Sheet enthält, das zum Denken anregt. Immerhin stehen der Mineralölindustrie keine einfachen Zeiten bevor, wenn die notwendige Dekarbonisierung unserer Lebenswelt auch ernst genommen wird.

Ein wichtiger Punkt ist neben dem Klimaschutz, dass wir Erdöl zum überwiegenden Teil importieren müssen, während viel regeneratives Energiepotenzial im Land vorhanden ist. Der Umbau der Strukturen wird traditionelle Arbeitsplätze kosten, aber noch mehr neue bringen, wie jedenfalls zu hoffen ist.

Erdölförderland Österreich

Dabei ist Österreich gar kein unbedeutendes Erdöl- und Erdgasförderland. Immerhin stammen acht Prozent des heimischen Erdölbedarfs aus eigenen Pumpwerken. Unser wichtigster Handelspartner in Sachen Rohöl ist Kasachstan mit mehr als einem Viertel aller Rohölimporte.

Als Vorbote härter werdender Zeiten für die Branche kann man bereits sehen, dass das Endkundengeschäft mit Benzin und Diesel zusehends von den Mineralölkonzernen in die Hände kleinerer Vertriebsfirmen wandert. Kraftstoffe zu verkaufen wird oft nur mehr als Frequenzbringer für andere Geschäfte gesehen. Insofern ist der Strukturwandel längst im Gang.

Halbierter Kraftstoffverbrauch

Die Mineralölindustrie geht selbst davon aus, dass sich der Kraftstoffverbrauch der Pkws durch zunehmende Alternativantriebe bis 2040 halbieren wird. Mit einem beschleunigten Schwenk zur Elektromobilität kann der Verbrauch bis dahin aber noch viel weiter zurückgehen. (Rudolf Skarics, 1.12.2016)

  • Der Durchbruch der neuen Antriebe wird auch das Geschäft der Minerlölindustrie verändern.
    foto: apa

    Der Durchbruch der neuen Antriebe wird auch das Geschäft der Minerlölindustrie verändern.

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