Flexibles Arbeiten: IT-Infrastruktur hinkt oft hinterher

28. November 2016, 10:00
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Mobiles Arbeiten liegt im Trend, Unternehmensnetzwerke sind jedoch oft veraltet. Das dürfte sich – einer aktuellen Studie zufolge – langsam ändern

Von zu Hause aus, in der U-Bahn, auf dem Weg in die Arbeit: Mobiles und flexibles Arbeiten liegen im Trend. Jedoch sind 42 Prozent der untersuchten Unternehmensnetzwerke weltweit noch immer veraltet – erstmals seit fünf Jahren investieren Unternehmen aber wieder stärker in deren Optimierung. So sinkt der Altersdurchschnitt der Netzwerke: Statt 53 Prozent 2014 waren 2015 nur noch 42 Prozent der analysierten Technologiegeräte entweder alternd oder veraltet.

Das sind die Ergebnisse des aktuellen Network Barometer Report 2016 von Dimension Data. Der Report analysiert, vergleicht und bewertet seit 2009 weltweit und branchenübergreifend Unternehmensnetzwerke und deren Einfluss auf den Geschäftserfolg.

Sicherheitsschwachstellen steigen

Beim diesjährigen Report wurden Daten von 300.000 Servicefällen der von Dimension Data betreuten IT-Netzwerke erfasst. Zudem führte Dimension Data 320 Bewertungen im Bereich Technologie-Lebenszyklusmanagement durch, die 97.000 Netzwerkgeräte in Unternehmen aller Größen und aller Industriezweige in 28 Ländern umfassten. Seit 2010 war ein Altern der Netzwerke zu beobachten. Der diesjährige Bericht kehrt diesen Trend um: Zum ersten Mal seit fünf Jahren sei sichtbar, dass die Netzwerke später altern.

Obwohl viele Netzwerke aktualisiert wurden, warnt der Report vor akuten Sicherheitsrisiken: Bei den 97.000 untersuchten Geräten in Netzwerken stieg weltweit die Anzahl der Geräte mit mindestens einer bekannten Sicherheits-Schwachstelle von 60 Prozent im Vorjahr auf 76 Prozent im aktuellen Zeitraum – dem höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre.

Schnelle Reaktion auf Störfälle

In Europa war der Anstieg der Netzwerk-Schwachstellen besonders dramatisch und beträgt sogar 82 Prozent (2015: 51 Prozent). Bei den dokumentierten Störfällen entfällt mehr als ein Drittel (37 Prozent) auf menschliches Versagen sowie eine falsche Konfiguration. Sie wären daher mit einer entsprechenden Qualitätskontrolle, Konfigurationsverwaltung sowie Automatisierung vermeidbar.

Die Reaktion auf Störfälle dürfte sich dagegen verbessert haben und ist in den von Dimension Data überwachten Netzwerken im Durchschnitt um 69 Prozent schneller geworden. Auch die durchschnittlichen Reparaturzeiten konnten um 32 Prozent gesenkt werden. (red, 28.11.2016)

  • Sicherheitsrisiken stiegen laut Network Barometer Report drastisch: Von 51 Prozent (2015) auf 82 Prozent (2016).
    foto: istock

    Sicherheitsrisiken stiegen laut Network Barometer Report drastisch: Von 51 Prozent (2015) auf 82 Prozent (2016).

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