Syrien: Regime zieht Ring um Rebellengebiete in Aleppo immer enger

27. November 2016, 19:21
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Assad-Truppen eroberten zwei weitere Stadtviertel der einstigen Wirtschaftsmetropole

Damaskus – Bei ihrer Offensive auf den von Rebellen gehaltenen Ostteil von Aleppo haben die syrischen Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten zwei weitere Stadtviertel erobert. Die Armee und mit ihr verbündete Kämpfer hätten sowohl Jabal Badro als auch Baadin eingenommen, teilte am Sonntagabend die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Es handle sich um zwei angrenzende Stadtviertel von Masaken Hanano – dieses bisher größte Rebellenviertel hatten die Regierungstruppen am Samstag erobert.

Die Regierungstruppen hätten am Sonntag zunächst Jabal Badro zurückerobert, danach auch Baadin, teilte die Beobachtungsstelle mit. Die von mehreren Seiten geführte Offensive der Armee auf Ost-Aleppo "schwächt die Rebellen zunehmend".

Tausende Menschen fliehen

Nach Angaben der Beobachtungsstelle flohen rund 1.700 Zivilisten in Folge der Offensive aus den Rebellengebieten in die vom Regime kontrollierten Teile Aleppos. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von 1.500 Geflohenen. Im Osten Aleppos sollen noch mehr als 250.000 Zivilisten leben.

Die in Großbritannien ansässige Organisation stützt sich auf ein breites Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die Truppen des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad hatten vor knapp zwei Wochen eine Offensive zur vollständigen Eroberung von Aleppo begonnen. Die Einnahme von Masaken Hanano am Samstag war dabei einer ihrer bisher größten Erfolge. (APA, 27.11.2016)

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