ÖVP: Mitterlehner wirft Lopatka "Illoyalität" vor

27. November 2016, 18:59
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Parteichef kündigt "Vieraugengespräch mit offenem Ausgang" an – Grund: Lopatka unterstützt FPÖ-Präsidentschaftskandidat Hofer

Wien – In der ÖVP bahnt sich ein Machtkampf an. Parteichef Reinhold Mitterlehner wirft seinem Klubobmann Reinhold Lopatka "Illoyalität" vor. Anlass ist dessen Eintreten für den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer.

Lopatkas Wahlempfehlung sei "ein klarer Fall von Illoyalität", sagt Mitterlehner in der Montagausgabe der "Oberösterreichischen Nachrichten". Mit diesem Verhalten "nützt Lopatka seiner Partei nicht". Mitterlehner kündigt "ein Vieraugengespräch mit offenem Ausgang" an. Denn der Klubobmann habe in der Vergangenheit mehrfach ohne Absprache die Parteilinie konterkariert.

Bekenntnis zu Hofer

Jetziger Anlass für den Ärger Mitterlehners ist Lopatkas Bekenntnis zu Hofer. Der Klubobmann hatte Hofer als den "besseren Kandidaten" bezeichnet, weil er "als Dritter Nationalratspräsident gezeigt hat, dass er für ein hohes Amt geeignet ist".

Offizielle Parteilinie für den Präsidentschaftswahlkampf ist nach dem Ausscheiden des ÖVP-Kandidaten Andreas Khol in der ersten Runde, dass es keine Wahlempfehlung der Partei gebe. Mitterlehner selbst hatte aber zuletzt Sympathie für Alexander Van der Bellen anklingen lassen. (APA, 27.11.2016)

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