Pinebook: Computerhersteller stellt 90-Euro-Laptop vor

27. November 2016, 18:05
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Kommt mit Smartphone-Hardware und unterstützt verschiedene Linux-Systeme und Windows 10 IoT

In den vergangenen Jahren hat sich einiges im Bereich der Budgetlaptops getan. So gibt es mittlerweile einige Hersteller, die Windows-Geräte im Bereich von 300 bis 400 Euro anbieten, die für Medienkonsum, Internetsurfen und einfaches Arbeiten ausreichen. Googles Chromebook-Initiative hat ebenfalls angeschlagen, die Geräte, die teils für unter 200 Euro zu haben sind, finden etwa im Bildungssektor in den USA einigen Anklang.

Die Preislatte noch tiefer setzen will nun der Hersteller Pine mit dem Pinebook. Das Gerät soll je nach Größe entweder 89 oder 99 Dollar (derzeit rund 84 bis 93,5 Euro) kosten. Geliefert wird Smartphone-Hardware mit Bildschirm, QWERTY-Tastatur und einem großen Trackpad (Fünf Zoll Diagonale).

Mobile Hardware

Als Herz des Pinebook soll dabei der Pine A64 fungieren, ein Minirechner ähnlich dem Raspberry Pi, den man 2015 erfolgreich mittels Crowdfunding auf Kickstarter finanzieren konnte. Der Prozessor von Allwinner, ein 64-Bit-kompatibler Cortex-A53 mit vier Kernen und zwei GB RAM, bleibt dabei der gleiche, die Platine wird jedoch neu designt. Die Grundausstattung entspricht damit einem Mittelklasse-Smartphone.

An Bord sind weiters in integrierter WLAN-Chip (802.11n), Bluetooth 4.0 sowie ein Flash-Speicher mit 16 GB Kapazität, der allerdings per microSD-Karte aufgestockt werden kann. Dazu gibt es zwei USB 2.0-Ports, einen microHDMI-Ausgang sowie eine Webcam mit 1,2 Megapixel nebst Mikrofon.

foto: pine

Der Akku ist mit 10.000 mAh dimensioniert, eine Laufzeit wird nicht angegeben. Maße und Gewicht gibt Pine mit 35,2 x 23,3 x 1,8 Zentimeter und 1,2 Kilogramm an. Hinsichtlich des Displays bietet man die Wahl zwischen einem LCD-Panel mit elf oder 14 Zoll bei einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Abseits des Bildschirms und des Preises gibt es sonst keine Unterschiede.

Ubuntu, Remix OS, Android, Windows 10

Hinsichtlich des Betriebssystems stehen mehrere Linux-basierte Systeme zur Auswahl, die für den Pine A64 bereits umgesetzt wurden. Darunter befinden sich etwa Umsetzungen von Debian und Ubuntu, Android 5.1 und 7.0 (als Beta) sowie dessen auf Desktop- und Laptopnutzung ausgelegtes Derivat Remix OS 2.0. Dazu steht auch eine Vorversion von Windows 10 IoT bereit.

Im Gegensatz zum Pine A64 wird das Pinebook nicht über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. Der Hersteller will auf Vorbestellung hin produzieren lassen. Interessenten können sich aktuell unter Angabe ihrer gewünschten Displaygröße registrieren und sollen verständigt werden, sobald die Bestellung möglich ist. Wann dies der Fall sein wird, hat man noch nicht bekannt gegeben. (gpi, 27.11.2016)

  • Das Pinebook kostet, je nach Displaygröße, 84 oder 93 Euro.
    foto: pine

    Das Pinebook kostet, je nach Displaygröße, 84 oder 93 Euro.

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