Costa Rica kämpft mit Folgen von Hurrikan Otto

28. November 2016, 10:15
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Hunderte Häuser zerstört – 15 Menschen verstarben in Costa Rica, Panama und Nicaragua

San José – Nach dem Hurrikan Otto in Mittelamerika ist die Zahl der Opfer am Wochenende auf 15 gestiegen. In Costa Rica wurde in der Ortschaft Upala eine Einjährige unter Schutt und Lehm tot aufgefunden, berichtete die Zeitung "La Nacion". Damit haben allein in Costa Rica zehn Menschen das Leben verloren. Weitere vier Opfer wurden in Panama verzeichnet. In Nicaragua starb eine Frau an einem Herzinfarkt.

Otto war am Donnerstag als Hurrikan der Stufe 2 an der Karibikküste auf Land getroffen. Am Freitag wurde er zu einem Tropensturm heruntergestuft. Allein in Costa Rica wurden 1.600 Wohnungen und 2.800 Kilometer Landstraßen durch den Hurrikan beschädigt. 11.000 Menschen waren von den Zerstörungen betroffen.

Rettungskräfte durchkämmten am Wochenende in Costa Rica besonders betroffene Gebiete im Norden des mittelamerikanischen Landes, um etwa von durch Überschwemmungen eingeschlossenen Menschen zu helfen. Dutzende Menschen werden nach Angaben des Roten Kreuzes vermisst. Videos zeigten von Schlamm bedeckte Straßen, Häuser ohne Dächer, Trümmerfelder und überschwemmte Flächen.

Costa Ricas Präsident Luis Guillermo Solís ordnete eine dreitägige Staatstrauer an, die am Montag beginnen soll. Er dankte der Bevölkerung für ihre Solidarität mit den Opfern des Wirbelsturms und ihre Bereitschaft, die Betroffenen mit Lebensmitteln und Werkzeugen zu unterstützen.

Der Hurrikan hatte schnell an Kraft verloren. Am Freitag gab das Hurrikanzentrum in Miami Entwarnung für die Region und stufte Otto zu einem Tropensturm herunter. Er war kurz vor Ende der Hurrikansaison im Atlantik entstanden. (APA, red, 28.11.2016)

  • Rettungskräfte durchkämmten am Wochenende besonders betroffene Gebiete im Norden des Landes.
    foto: reuters/ juan cordero

    Rettungskräfte durchkämmten am Wochenende besonders betroffene Gebiete im Norden des Landes.

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