Mikaela Shiffrin gewinnt Killington-Slalom

27. November 2016, 16:08
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US-Amerikanerin distanziert die zweitplatzierte Slowakin Zuzulova und die auf Rang drei landende Schweizerin Holdener

Killington (Vermont) – Trotz riesiger Nervosität hat Mikaela Shiffrin den Weltcup-Heimslalom in Killington vor der Slowakin Veronika Velez-Zuzulova (+0,73 Sek.) und der Schweizerin Wendy Holdener (+0,86) für sich entschieden.

Nach ihrem 21. Triumph und dem fünften Slalomsieg in Folge ist die US-Seriensiegerin in der Allzeitwertung schon Dritte. Für die ÖSV-Damen gab es wie befürchtet in Vermont nichts zu holen und im Slalom das 16. Rennen in Folge ohne Podium. Bernadette Schild holte als Achte die ersten Saisonpunkte.

"Ich habe so gehofft, dass das heute klappt. Danke, dass ihr mich so lautstark unterstütz habt, ihr seid die Besten", bedankte sich Shiffrin nach ihrem emotionalen Erfolg bei den 10.000 Zuschauern, die in erster Linie ihretwegen zum ersten Weltcuprennen an der US-Ostküste seit 25 Jahren gekommen waren.

Shiffrin "supernervös"

"Ich hatte einen ganz schlechten Morgen", gab Shiffrin zu, sie sei "supernervös" in den Tag gegangen. Zudem konnte sie auf dem extrem kurzen Kurs nicht alle ihre Stärken ausspielen. Dennoch setzte sich die Amerikanerin, die ein Jahr davor in Aspen mit über drei Sekunden Vorsprung gewonnen hatte und diesen Winter vermehrt Speed trainiert, einmal mehr klar durch.

Mit ihrem insgesamt 21. Slalomsieg hat sie die Kroatin Janica Kostelic (20) nun hinter sich gelassen und ist Dritte hinter Marlies Schild (35) und Vreni Schneider (34). In erster Linie sei sie aber überwältigt von ihrem Heimsieg, meinte die junge Amerikanerin.

157 Punkte Vorsprung in Gesamtwertung

"Ich wollte immer schon die Beste der Welt werden. Dafür muss man eben Rekorde brechen", sagte die Technik-Spezialistin, die kommende Woche in Lake Louise erstmals auch auf die Abfahrt geht. Ihr Ziel ist bekanntlich die große Kristallkugel, nach vier Technik-Rennen hat sie 157 Punkte Vorsprung. Die mit Abstand erfolgreichste aktive Slalomfahrerin war sie schon seit dem Rücktritt von Marlies Schild 2014.

Die "Superstar-Piste" präsentierte sich am Sonntag in deutlich besserem Zustand als am Vortag. Von den acht Österreicherinnen schafften es auf dem kurzen 55-Tore-Kurs ihres Trainers Hannes Zöchling fünf in das 30er-Finale, mit Schild und Michaela Kirchgasser als Neunte und Zehnte aber nur zwei in die Top Ten. Katharina Truppe (15.) zeigte wie schon in Levi nur im zweiten Durchgang als Fünftschnellste auf. Die am Bein verletzte Ricarda Haaser hatte wegen ihres neuerlichen Sturzes im Riesentorlauf auf einen Start verzichtet.

"In Levi hatte ich wirklich Pech. Jetzt heißt es weiterarbeiten", war Schild nach ihrem Materialwechsel aber nicht unzufrieden. "Ich brauche jetzt vor allem Tore und Rennen." Kirchgasser hatte sich in der Entscheidung akrobatisch ins Ziel gerettet, die routinierte Salzburgerin (31) ist in Abwesenheit von Anna Veith und Eva-Maria Brem als Zehnte beste ÖSV-Dame in der Gesamtwertung. "Gott sei Dank ist es noch so ausgegangen. Das war heute schon ein bisschen mehr Rennfahren, in diese Richtung muss es nun weiter gehen." (APA, red, 27.11.2016)

  • Im Stangenwald weiter eine Klasse für sich: Mikaela Shiffrin.
    foto: reuters/erich schlegel-usa today sports

    Im Stangenwald weiter eine Klasse für sich: Mikaela Shiffrin.

  • Die schnellsten Drei im Slalom von Killington (v.li.): Velez Zuzulova (2.), Shiffrin (1.) und Holdener (3.)
    foto: reuters/erich schlegel-usa today sports

    Die schnellsten Drei im Slalom von Killington (v.li.): Velez Zuzulova (2.), Shiffrin (1.) und Holdener (3.)

  • fis alpine

    Highlights vom Slalom in Killington.

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