Worley gewinnt in Killington, ÖSV-Läuferinnen zurück

26. November 2016, 19:55
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Französin holt sich bei der Premiere an der amerikanischen Ostküste Sieg im RTL vor der Halbzeitführenden Löseth. Kirchgasser auf Platz 16

Killington – Die Französin Tessa Worley hat am Samstag den Weltcup-Riesentorlauf in Killington mit 0,80 Sekunden Vorsprung auf die zur Halbzeit führende Norwegerin Nina Löseth und 1,11 auf Sofia Goggia gewonnen. Die Italienerin verbesserte sich von Rang 14 aus dem ersten Durchgang. Die Halbzeitvierte Stephanie Brunner schied im Finale aus.

Beste aus dem wegen Verletzungen dezimierten ÖSV- Technikerinnenteam wurde Michaela Kirchgasser als 16. Für Worley war es der neunte Weltcupsieg, der erste seit Dezember 2013. Sie führt nun auch im Disziplinweltcup nach zwei Rennen, gesamt blieb die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin voran, die Tagesfünfte wurde.

"Ein großartiges Gefühl. Ich war immer eine der schnellsten in der Welt", jubelte Worley und lobte die emsigen Veranstalter. "Die Piste war perfekt." In der Tat war die Piste im Finale deutlich besser. Dafür forderte der in Neuengland um diese Jahreszeit häufige, dicke Nebel sowie Schneefall die Läuferinnen auf dem nur 1.200 Meter hohen Killington Mountain. In Lauf eins hatte es 13 Ausfälle gegeben, darunter mit Ricarda Haaser, Rosina Schneeberger und Elisabeth Kappaurer auch drei Österreicherinnen. Bernadette Schild verpasste die Qualifikation knapp.

Goggia hingegen gelang, was Brunner vorenthalten blieb, nämlich der erste Weltcup-Podestplatz. Dank Laufbestzeit führte sie als Dritte das wiederum enorm starke Team von gleich fünf Italienerinnen in den Top-Neun an.

Davon kann man beim ÖSV derzeit nur träumen. Mit Kirchgasser (31) war in Killington die Älteste die Beste. Katharina Truppe (20) vermurkste mit zwei kapitalen Fahrfehlern eine bessere Platzierung als 25.

Brunner war in Sölden als Halbzeit-Sechste noch Vierte geworden. Diesmal gelang der angriffslustigen Zillertalerin, die im Vorjahr schon Fünfte in Flachau gewesen war, der Sprung nach vorne nicht. Dabei hatte sie in Lauf eins wieder mal ihr großes Talent aufblitzen lassen. Der Ärger über das verpasste Podium war schnell verflogen. "Für so etwas brauche ich gerade mal zehn Minuten. Vielleicht habe ich zu viel riskiert. Aber man muss hundert Prozent geben, um vorne dabei zu sein. Nur muss ich es halt auch ins Ziel bringen." (APA, 26.11. 2016)

Ergebnis: RTL Killington

  • Worley ist die Schnellste.
    foto: usa today sports/erich schlegel

    Worley ist die Schnellste.

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