Umfragen lassen keine Schlüsse auf Favoriten zu

26. November 2016, 09:36
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Vorsprung der Kandidaten jeweils klar innerhalb der Schwankungsbreite

Wien -Die Bundespräsidentschaftswahl am 4. Dezember wird mit Spannung erwartet, der Ausgang ist völlig offen. Darauf deuten auch die Umfragen der letzten Monate hin, die allesamt ein extrem knappes Kopf-an-Kopf-Rennen prognostizieren. In den meisten der jüngeren Erhebungen hat Norbert Hofer die Nase minimal vorne, der Abstand zu Alexander Van der Bellen beträgt allerdings meist nur wenige Prozentpunkte.

Angesichts der Schwankungsbreiten der veröffentlichten Umfragen lässt sich daher auch nicht im Ansatz seriös ablesen, welcher der beiden Kandidaten mit einem Vorteil in die Wiederholung der Stichwahl geht. Die zuletzt veröffentlichte Umfrage (Unique Research-Institut für ATV und Tageszeitung "heute" unter 1.500 Befragten) vom 18. November sah Van der Bellen mit 51 Prozent knapp vor Hofer mit 49 Prozent der Stimmen. Die Schwankungsbreite wurde mit 3,1 Prozentpunkten angegeben, womit auch hier offen bleibt, wer letztendlich die besseren Chancen hat.

In fünf davor (zwischen 19. September und 17. November) veröffentlichten Umfragen des Gallup-Instituts lag stets Hofer knapp in Führung – mit 50 bis 52 Prozent der Stimmen. Die Schwankungsbreite dieser Umfragen beträgt zwischen 3,4 und vier Prozent – womit ebenfalls Aussagen über den Ausgang der Wahl nicht seriös zu treffen sind.

Wenig Änderungen

Davor hatte in einer Unique-Research-Umfrage (800 Befragte) vom 9. September Van der Bellen mit 51 Prozent knapp die Mehrheit.

Verändert hat sich seit der aufgehobenen Stichwahl vom 22. Mai im erhobenen Stimmungsbild nur wenig. Schon im Juni und Juli zeichnete sich ein ähnliches Bild mit wechselnden Vorteilen für die Kandidaten mit jeweils nur wenigen Prozentpunkten Abstand. Und so kam es dann auch bei der Wahl: Im vorläufigen Endergebnis ohne Briefwahl lag Hofer mit 51,93 Prozent vorne, Montagabend nach Auszählung der Briefwahlstimmen war Van der Bellen der Sieger mit 50,35 Prozent. Ähnlich könnte es auch bei der Wahlwiederholung am 4. Dezember kommen. (APA, 26.11.2016)

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    grafik: apa
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