UN: Menschen aus Mittelamerika fliehen vor Bandenkriminalität

25. November 2016, 22:41
posten

Vize-UN-Flüchtlingskommissar: Ursprungsländer sollen für Gewaltprävention sorgen

Mexiko-Stadt – Menschen aus Mittelamerika fliehen nach Einschätzung der Vereinten Nationen immer häufiger vor der Bandenkriminalität in ihren Heimatländern. "Die Auseinandersetzungen zwischen den Gangs zwingen die Menschen zur Flucht", sagte der stellvertretende UN-Flüchtlingskommissar George Okoth-Obbo am Freitag nach einer zehntägigen Reise durch Honduras, Guatemala und Mexiko.

"Das sind keine Wirtschaftsmigranten, sondern Flüchtlinge, die besonderen Schutz genießen sollten." Auch auf ihrem Weg Richtung USA würden sie immer wieder Opfer von Gewalt durch Verbrecherorganisationen und staatliche Sicherheitskräfte. "Die Ursprungsländer sollten für mehr Gewaltprävention sorgen. Ihnen muss eine soziale und wirtschaftliche Perspektive geboten werden", sagte Okoth-Obbo. "Außerdem müssen die Menschen auf ihrem Weg nach Norden besser geschützt werden."

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat eine harte Linie gegen Migranten aus Lateinamerika angekündigt. Straffällig gewordene Einwanderer ohne gültige Papiere will er abschieben und an der Grenze zu Mexiko eine Mauer errichten. "Wir werden dafür eintreten, dass die Menschen den Schutz erhalten, der ihnen zusteht", sagte Okoth-Obbo. (APA, 25.11.2016)

Share if you care.