Premierensieg für Domen Prevc in Ruka, Bruder Peter nach Sturz Dritter

25. November 2016, 17:57
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Fettner verpasst als Vierter Podest, Kofler, Kraft und Hayböck in Finnland unter besten Elf

Ruka – Ein Sturz des führenden Peter Prevc im Finale hat einen Doppelsieg der Brüder Prevc beim Skisprung-Saisonauftakt verhindert. Der Pokalverteidiger aus Slowenien wurde am Freitag in Ruka (Finnland) aber noch Dritter, der 17-jährige Domen Prevc feierte seinen ersten Weltcupsieg. Vier Österreicher landeten unter den ersten elf, am besten platziert war Manuel Fettner als Vierter.

Fettner (142/133 m) büßte im Finale einen Platz ein und verpasste seinen zweiten Karriere-Podestplatz um 6,1 Punkte. Den ersten hatte er vor gut sechs Jahren als Dritter in Oberstdorf erreicht. Der Tiroler übertraf im ersten Durchgang seine Trainingsleistungen, der zweite Versuch gelang ihm nicht ganz so gut. "Das Stockerl wäre ein Traum gewesen, aber ich bin auch so super zufrieden", meinte der 31-jährige Staatsmeister im ORF-Fernsehen. "Mein Level ist gut, aber international ist er so hoch, das man sich keinen Fehler erlauben darf."

Auch Andreas Kofler prolongierte seinen im Herbst gezeigten Aufschwung und landete als Achter noch vor dem Erfolgsduo Stefan Kraft (9.) und Michael Hayböck (11.). Auf 140 m folgten bei dem zweifachen Ruka-Gewinner (2010, 2011) nach nicht optimalem Sprung 133,5 m. "Da hatte ich noch Reserven. Aber es passt gut, ich bin sehr zufrieden", meinte der 32-Jährige.

Hayböck von 18 auf elf

Auch Kraft (137/133) vermochte im Finale nicht zuzusetzen und rutschte vom sechsten Platz etwas zurück. "Der zweite Sprung war etwas zu brav", meinte der Skiflug-WM-Dritte. "Mannschaftlich war es jedenfalls ein guter Start." Hayböck verbesserte sich vom 18. Platz (134 m) deutlich. "Das war ein vergurkter erster Sprung", meinte er. Nach seinem 141-m-Satz im Finale wurde der Anlauf verkürzt, keiner kam mehr an diese Bestweite heran.

Heinz Kuttin war mit dem Auftakt sehr zufrieden. "Wir haben ein kompaktes Vierer-Team gehabt. Im zweiten Durchgang haben sie (Kraft, Kofler, Fettner, Anm.) es nicht ganz auf den Punkt gebracht, da haben sich kleine Fehler eingeschlichen, daher ist der große Wurf nicht gelungen", sagte der ÖSV-Cheftrainer. Die Leistungen würden dem Team aber Selbstvertrauen geben.

Die Tageshöchstweite hatte Peter Prevc im ersten Durchgang mit 143 m vorgelegt und mit acht Punkten vor Severin Freund geführt. Der deutsche Weltmeister, der sich nach einer Hüftoperation noch nicht in Topform wähnte, war auch am Ende Zweiter (140/140).

Bruchlandung

Domen Prevc war nach dem ersten Durchgang Vierter (138,5 m), mit einem Flug auf 140,5 Meter setzte er sich an die Spitze. Bei derselben Weite landete auch sein Bruder. Das hätte zum Sieg gereicht, doch der Dominator der vergangenen Saison verkantete bei der Landung und kam zu Sturz.

Nicht für das Finale der besten 30 qualifiziert hat sich Clemens Aigner, der nach einem Satz auf 128 m nicht über Platz 40 hinauskam. (APA, red, 25.11.2016)

Enstand des Springens in Ruka:

1. Domen Prevc (SLO) 138,5m/140,5m 321,8 Punkte
2. Severin Freund (GER) 140,0/140,0 318,3
3. Peter Prevc (SLO) 143,0/140,5 310,6
4. Manuel Fettner (AUT) 142,0/133,0 304,5
5. Maciej Kot (POL) 141,0/135,0 303,7
6. Karl Geiger (GER 140,5/136,0 303,1
7. Markus Eisenbichler (GER) 140,5/134,5 301,3
8. Andreas Kofler (AUT) 140,0/133,5 300,3
9. Stefan Kraft (AUT) 137,0/133,0 299,2

10. Vincent Descombes Sevoie (FRA) 141,0/135,0 298,8
11. Michael Hayböck (AUT) 134,0/141,0 298,4

Nicht im Finale dabei:
34. Janne Ahonen (FIN) 130,5 135,0
40. Clemens Aigner (AUT) 128,0 128,9

  • Manuel Fettner sprang in Ruka relativ knapp aber doch am Stockerl vorbei.
    foto: ap/markku ulander/lehtikuva

    Manuel Fettner sprang in Ruka relativ knapp aber doch am Stockerl vorbei.

  • Der Halbzeitführende Peter Prevc verbockte die Landung beim zweiten Sprung komplett, wurde dennoch Dritter.
    foto: apa/afp/lehtikuva/martti kainula

    Der Halbzeitführende Peter Prevc verbockte die Landung beim zweiten Sprung komplett, wurde dennoch Dritter.

  • Erfolgreiche Brüder: Domen (li) und Peter Prevc.
    foto: apa/afp/lehtikuva/martti kainula

    Erfolgreiche Brüder: Domen (li) und Peter Prevc.

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